Bloomberg bereitet Kandidatur vor "Wir müssen Trump besiegen"

Michael Bloomberg plant offenbar, für die Demokraten als Präsident zu kandidieren, er reichte im zweiten US-Bundesstaat die nötigen Unterlagen ein. Kritik an dem Milliardär kommt nun vor allem aus der eigenen Partei.

Michael Bloomberg bereitet offenbar eine mögliche Präsidentschaftskandidatur vor
Chris Aluka Berry/REUTERS

Michael Bloomberg bereitet offenbar eine mögliche Präsidentschaftskandidatur vor


Michael Bloomberg hat einen weiteren Schritt zur Präsidentschaftskandidatur für die US-Demokraten im kommenden Jahr gemacht. "Wir müssen Trump besiegen", twitterte der Milliardär. "Er hat uns auf Schritt und Tritt enttäuscht." Der frühere New Yorker Bürgermeister habe die nötigen Unterlagen für eine mögliche Teilnahme an den Vorwahlen für eine Kandidatur im US-Bundesstaat Arkansas eingereicht, schrieb er. Vergangene Woche hatte der 77-Jährige seine Unterlagen bereits in Alabama hinterlegt, sich aber nicht zu einer Kandidatur geäußert.

Experten sehen in Bloombergs möglicher Kandidatur vor allem eine Gefahr für Biden. Beide verorten sich politisch in der Mitte, während die Senatoren Warren und Bernie Sanders, die in Umfragen knapp hinter Biden liegen, linke Positionen vertreten.

"Sorry, ihr werdet diese Wahl nicht kaufen"

Offiziell ist Bloomberg noch nicht ins Rennen um die Kandidatur der Demokraten eingestiegen, dennoch brachten sich Sanders und Warren bereits in Stellung. "Heute Abend sagen wir zu Michael Bloomberg und anderen Milliardären: Sorry, ihr werdet diese Wahl nicht kaufen", sagte Sanders. Ähnlich äußerte sich Warren beim Fernsehsender NBC: "Ich glaube nicht, dass es in der Demokratie darum gehen sollte, dass Leute hereinkommen und Wahlen kaufen."

Bloomberg gilt als einer der reichsten Männer der Welt, er gründete das nach ihm benannte Finanz- und Medienunternehmen. Er könnte erhebliche Finanzmittel in einen Wahlkampf gegen Trump einbringen, der bei der Wahl erneut für die Republikaner antreten will.

Dagegen ist die Bewerbung des Republikaners Mark Sanford offenbar bereits ausgesetzt, das berichten CNN und andere US-Medien. Dem früheren Gouverneur von South Carolina waren ohnehin kaum Chancen eingeräumt worden. Das gilt auch für die anderen Republikaner, die Trump die Kandidatur streitig machen wollen.

hba/dpa/AFP



insgesamt 90 Beiträge
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soodersooderanders 12.11.2019
1. Ganz einfach
Wenn er das beste für Amerika will, soll er FOX New kaufen und dann Bernie Sanders unterstützen.
cherrydot 12.11.2019
2. Na, ein Glück...
Da haben wir ja noch mal Glück gehabt; Gott sei Dank kommt jetzt der nächste alte, weiße, und reiche Mann, der sich einbildet, es besser zu können als alle Sozialisten und besonders als die Kandidatin Warren. Genau das, was Amerika braucht.
mickygold 12.11.2019
3. Jeder, wirklich JEDER ist besser als...
Trump!
Dionys R. 12.11.2019
4. Bloomberg for President
Wenn er dabei sein will, wird er es innerhalb der Partei hart haben in den Vorwahlen. Im Endkampf würde er wohl viele Republikaner abholen können, die little Möchtegern Trump nicht mehr wählen würden.
whitewisent 12.11.2019
5.
OK, dann sind die Demokraten wirklich mittlerweile lieber "schön verlieren" wollen, als auf die einzige erfolgsversprechende Option zu setzen, die sich noch dazu direkt anbietet. Denn wenn zwei alte weiße New Yorker Milliardäre gegeneinander antreten, ist viel Brisanz von Gegensätzen aus dem Wahlkampf genommen, und man kann sich vieleicht doch auf das Kerngeschäft der Politik, den nationalen wie internationalen Problemen zuwenden.
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