USA Mutmaßlicher Paketbomber plädiert auf unschuldig

Cesar S. soll 16 Briefe mit Sprengsätzen an prominente Trump-Kritiker verschickt haben. Vor Gericht hat der Mann die Anschuldigungen von sich gewiesen.
Cesar S. (2.v.r) vor Gericht (Gerichtszeichnung)

Cesar S. (2.v.r) vor Gericht (Gerichtszeichnung)

Foto: Daniel Pontet/ dpa

Der wegen der Versendung von Briefbomben an Kritiker von US-Präsident Donald Trump angeklagte Mann hat vor Gericht auf unschuldig plädiert. Bei dem Gerichtstermin in New York setzte der Richter den Termin für den Beginn des Prozesses gegen den 56-jährigen Cesar S. auf den 15. Juli 2019 fest.

Der frühere Pizzabote ist in 30 Punkten angeklagt, darunter wegen Einsatzes von Massenvernichtungswaffen sowie des Gebrauchs eines "zerstörerischen Geräts" für eine Gewalttat. Ihm droht eine lebenslange Haftstrafe. S. war nach tagelanger Großfahndung am 26. Oktober im Bundesstaat Florida gefasst worden, wo er in einem Lieferwagen voller Pro-Trump-Aufkleber lebte.

Ihm wird zur Last gelegt, 16 Briefe mit Sprengsätzen an 13 prominente Kritiker des Präsidenten verschickt zu haben. Zu den Adressaten der potenziell gefährlichen Sendungen gehörten der frühere Präsident Barack Obama, Ex-Vizepräsident Joe Biden, die ehemalige Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton, der Fernsehsender CNN, der Multimilliardär George Soros und der Schauspieler Robert De Niro.

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Paketbombenserie in den USA: Festnahme in Florida

Foto: AFP/ WPLG

Cesar S. ist Mitglied der Republikaner und nahm an Wahlkampfveranstaltungen Trumps teil. Die Briefbomben sowie der Anschlag auf eine Synagoge in Pittsburgh mit elf Toten hatten kurz vor den Kongress- und Gouverneurswahlen am 6. November die Diskussion um Trumps aggressive Rhetorik angeheizt. Viele Kritiker werfen dem Präsidenten vor, den Boden für politische Gewalt zu bereiten.

mkl/AFP