Razzien gegen Migranten Trump spricht von Erfolgen, mitbekommen hat es aber niemand

Mit Razzien wollte Donald Trump gegen Migranten in den USA vorgehen. Er selbst spricht von einem großen Erfolg - als Einziger. Zahlen oder andere Details nannte er nicht.

Trump will einen Erfolg seiner Razzien ausgemacht haben
Kevin Lamarque/REUTERS

Trump will einen Erfolg seiner Razzien ausgemacht haben


Nach seiner Drohung, groß angelegte Razzien gegen Migranten ohne Aufenthaltspapiere durchführen zu wollen, hat US-Präsident Donald Trump von einem Erfolg gesprochen. Details nannte er dabei aber nicht. Lediglich sagte er, dass die Razzien der Polizeibehörde ICE "sehr erfolgreich" gewesen seien.

Er behauptete, es seien viele Menschen festgenommen worden, die Öffentlichkeit habe es nur nicht mitbekommen. Zahlen oder andere Details nannte er aber nicht. Bis zum Sonntagabend lagen nur wenige Berichte über entsprechende Zwischenfälle im ganzen Land vor. Die ursprünglichen Pläne für einen Großeinsatz seien verworfen worden, nachdem Medienberichte die Betroffenen gewarnt hätten, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf Regierungsbeamte.

Trump hatte am Freitag angekündigt, dass die Razzien an diesem Tag beginnen sollten. Die Behörden selbst hielten sich bedeckt dazu. Die Bürgerrechtsgruppe "The Legal Aid Society" erklärte, man sei dankbar, dass die Razzien in New York "erfolglos" gewesen seien.

In den USA leben Schätzungen zufolge rund elf Millionen Menschen ohne Aufenthaltspapiere. Groß angelegte und koordinierte Abschiebungen hatte es in den vergangenen Jahren bereits mehrfach gegeben.

hba/dpa

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insgesamt 7 Beiträge
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s-achte 15.07.2019
1. Was ich nicht verstehe,
ist die völlige Desinteressiertheit der Konsumenten, ergo Wähler! Egal ob Trump, Duterte, Orban, Weidel, etc: die plumpe Lügerei ist doch so offensichtlich, daß doch auch der blödeste aufwachen muß! Es macht mir Angst inzwischen ...
verspiegelt24 15.07.2019
2. Eine Frage der Betrachtungsweise...
hinterfragen wir aus medizinischer Sicht wer in der USA ist ein illegaler Einwanderer? Hintergrund: bereits bei der Geburt einer Frau sind in den Eierstöcken in ihrem Körper alle Eizellen angelegt. Neben dem richtigen Timing, den richtigen Umständen bedarf es nur eines einzigen Spermiums damit daraus ein neuer Mensch entstehen kann. Das könnte bedeuten, dass wenn eine Frau außerhalb der USA geboren wird, sie bereits alle ihre später in den USA geboren Kinder illegal über die Grenze bringt. Damit wäre dann auch der 45. Präsident der USA nur ein illegaler Einwanderer. Nur so aus medizinischer Betrachtungsweise. Bei dem Thema muss man sehr vorsichtig sein, denn bei sehr strenger Betrachtung bedeutet dies dann auch, dass bei jedem Ei das nicht befruchtet wurde ein Amerikaner sterben mußte. Der Text könnte auch nur ein weiterer Ansatz für Verschwörungstheoretiker sein.
Onkel Drops 15.07.2019
3. so isser halt...
Putin nen ehrlicher Kerl der nix hacken lässt, Kim der ab rüstet und nicht zu vergessen ( ach neee Mexiko zahlt die Mauer nicht!) ! meinen sie Huckleberry Redneck würde das hinterfragen? der würde selbst dann Trump wählen wenn der sich auf der 5th den 45er Lauf selbst leernuckelt. man kommt sich vor wie beim Wrestling : der billion Dollar fake grunzt ins Mikrofon und im Ring liegt er schon röchelnd am Boden bevor der Gegner da ist bzw der Startgong ertönt. der Mensch welcher danach dieses Amt ausführen wird ist nicht zu beneiden, zu viel zerschlagenes und nix erledigtes... und ich dachte nach double U kann es garnicht blöder kommen, Murphys Law nicht bedacht...
gerhard38 16.07.2019
4. 70 Jahre nach der Niederlage des Faschismus bzw. National-Sozialismus
laufen Viele diesen abscheulichen nationalistischen Ideen erneut nach. Die Popularität Trumps ist nur ein Beispiel für diesen Trend, der Nationen spaltet, Minderheiten ausgrenzt und den Frieden in der Welt gefährdet. Beschämend in den USA ist, dass ca. 45% der Bevölkerung einschliesslich fast aller republikanischen Politiker diesen Trend und Trumps Machenschaften gutheissen und sich damit klar als moralisches Lumpengesindel vorstellen. Ehe man jedoch die USA und Trump alleine "verurteilt sollte man bedenken, dass viele National-Politiker auch in Europa und sonst wo diesen neuen Ideen wohlwollend gegenüberstehen. Orban, Salvini, Johnson, Erdogan usw. "lassen grüssen". Mir graut, wenn ich an die Zukunft denke und ich einsehen muss, dass die Welt aus der Geschichte des 20-zigsten Jahrhundert nichts gelernt hat und die noch nicht nationalistisch infizierten Regierungen diesen Entwicklungen hilflos zusehen.
haraldbuderath 16.07.2019
5. Ignorieren
Die USA und Ihre Politik sollte man einfach ignorieren, das Gelaber eines Trump will in Europa keiner hören, Rundfunk und Medien aus den USA in Europa einfach abschalten, jegliche Sanktion und Repressalie der Amerikaner verwerfen, es ist So einfach Idioten im Regen stehen zu lassen, es fehlt an Mut und vor allen an aufrichtigen Journalisten, wir kennen in Europa nur Einbahnstraße Informationen und gekaufte Politiker
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