Verhandlungen mit Taliban USA reduzieren Drohnenangriffe in Pakistan

Die anstehenden Verhandlungen zwischen pakistanischer Regierung und Taliban haben Auswirkungen auf die Taktik der US-Armee. Um die Gespräche nicht zu gefährden hat das Militär laut "Washington Post" die Drohnenangriffe gegen Ziele in Pakistan deutlich zurückgefahren.
Anti-Drohnen-Protest in Pakistan: "Wir haben nicht nein gesagt"

Anti-Drohnen-Protest in Pakistan: "Wir haben nicht nein gesagt"

Foto: Shahzaib Akber/ dpa

Washington/Islamabad - Die Bitten der pakistanischen Regierung hatten offenbar Erfolg. Die US-Armee hat die Zahl ihrer Drohnenangriffe auf Ziele in Pakistan in den vergangenen Monaten offenbar deutlich gesenkt, berichtet die "Washington Post".

Die Führung in Islamabad soll darum gebeten haben, um die Friedensgespräche mit den pakistanischen Taliban nicht zu gefährden. "Wir haben nicht nein gesagt", zitiert die Zeitung einen US-Beamten. Das Militär behalte sich aber weiter Luftschläge gegen hochrangige Ziele von al-Qaida vor. Ebenso werde das Pentagon reagieren, wenn Amerikaner unmittelbar bedroht seien.

Seit Dezember soll das US-Militär keinen Drohnenangriff in Pakistan mehr ausgeführt haben. Zuletzt hatten die Amerikaner im November den pakistanischen Talibanführer Hakimullah Mehsud getötet, kurz bevor Verhandlungen zwischen der Regierung in Islamabad und den militanten Islamisten beginnen sollten.

Pakistans Premier Nawaz Sharif beschuldigte Washington daraufhin, die Gespräche zu sabotieren, die Taliban sagten das geplante Treffen kurzfristig ab. Ein US-Beamter sagte der "Washington Post", die Verhandlungen seien eine interne Angelegenheit der Pakistaner, in die sich die Vereinigten Staaten nicht einmischten.

syd
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.