Nach Angriffen auf Ölanlagen Washington schickt Soldaten und Raketen nach Saudi-Arabien

Nach den mutmaßlich durch Iran ausgeführten Angriffen auf wichtige Ölraffinerien in Saudi-Arabien verstärken die USA ihre militärische Präsenz in dem Land. An ihre Verbündeten richten sie eine Aufforderung.

US-Soldat (Archivbild): Verstärkung der Abwehr von Luft- und Raketenangriffen
Shamil Zhumatov/ REUTERS

US-Soldat (Archivbild): Verstärkung der Abwehr von Luft- und Raketenangriffen


Als Reaktion auf den Beschuss von saudi-arabischen Ölanlagen schicken die USA etwa 200 Soldaten in das Land. Das Königreich werde zudem mit einem Raketenabwehrsystem des Typs Patriot und vier Radarsystemen ausgerüstet, erklärte das US-Verteidigungsministerium.

Es seien zudem Vorbereitungen getroffen worden, bei Bedarf weitere Kräfte und Ausrüstung zur Verfügung stellen zu können.

Die USA und auch Deutschland, Frankreich und Großbritannien machen Iran für die Angriffe auf Ölanlagen Mitte September verantwortlich, die die Spannungen zwischen den beiden Ländern deutlich verschärft hatten. Iran dementiert jede Verantwortung für die Angriffe.

US-Verteidigungsminister Mark Esper hatte vergangene Woche bereits angekündigt, als Reaktion weitere Truppen in die Region zu verlegen. Details hatte er jedoch nicht genannt. Esper hatte gesagt, die Kräfte seien defensiver Natur und auf die Verstärkung der Abwehr von Luft- und Raketenangriffen ausgerichtet.

Es gebe bereits eine "bedeutende Präsenz" von US-Soldaten in der Region, erklärte das Pentagon. An die Verbündeten richtete Washington einen Aufruf: Man erwarte auch von anderen Ländern, die Iran kritisieren, sich an den Bemühungen zu beteiligen, Saudi-Arabien in seiner Verteidigung zu stärken, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Konkrete Staaten nannte er jedoch nicht.

fek/dpa/Reuters



© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.