Eröffnung von Botschaften USA und Kuba nehmen diplomatische Beziehungen auf

Der Kalte Krieg in der Karibik geht zu Ende: Die USA und Kuba wollen wieder Botschaften in Havanna und Washington eröffnen. Das Ende des Konflikts ist ein großer Erfolg für Barack Obama.

Staatschefs Castro (l.), Obama (im April in Panama): Aussöhnung der Erzfeinde
AP/dpa

Staatschefs Castro (l.), Obama (im April in Panama): Aussöhnung der Erzfeinde


Barack Obama bittet am Mittwoch in den Rosengarten des Weißen Hauses. Dorthin laden US-Präsidenten immer dann, wenn sie etwas wichtiges zu verkünden haben. Obama wird dieses Mal die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Kuba bekanntgeben.

Die Regierungen in Washington und Havanna verständigten sich darauf, in den jeweiligen Hauptstädten wieder Botschaften zu eröffnen, wie ein hoher US-Regierungsvertreter mitteilte. Ein genauer Termin hierfür wurde zunächst nicht genannt.

Ende 2014 hatte Obama angekündigt, dass er ein Ende des Konflikts mit dem kommunistischen Regime anstrebt. Im April trafen Obama und Kubas Staatschef Raúl Castro in Panama-Stadt zusammen. Es war das erste Treffen von Staatoberhäuptern beider Länder seit der kubanischen Revolution 1959.

Im Mai hatte Washington Kuba von der Liste derjenigen Länder gestrichen, die Terrorismus unterstützen. Damit erfüllte Washington zugleich eine der wichtigsten Forderungen Havannas für eine Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen.

Die Überwindung der Feindschaft zwischen beiden Ländern gilt als einer der größten außenpolitischen Erfolge Obamas.

syd/dpa/Reuters



insgesamt 25 Beiträge
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demokroete 01.07.2015
1. 'ein großer Erfolg für Barack Obama' ?
Was für ein Erfolg soll das sein ? Nachdem die USA die kleine Insel 50 Jahre lang drangsaliert und in Armut gehalten hat, nehmen sie jetzt großzügig diplomatische Beziehungen auf. Das tun sie nur, damit Russland nicht ganz plötzlich ein paar Ausbildungsbataillone auf Kuba stationiert, einen Flottenstützpunkt oder Raketenbasen dort baut, wie die USA das derzeit vor Russlands Haustür machen.
amater 01.07.2015
2. Grosser Erfolg für Obama?
Unverständlich! Es waren doch die Amerikaner, die den Kubaboykott über Jahrzehnte gepflegt und sogar alle rechtlich verfolgt haben, die den Boykott unterlaufen haben. Schon vor knapp 20 Jahren habe ich bei einem wissenschaftlichen Kongress in Kuba erlebt, wie amerikanische Teilnehmer besonders warmherzig empfangen wurden. Sie mussten damals über Cancun einreisen. Die amerikanische Regierung musste nur über den eigenen Schatten springen und Kuba die Hand reichen. Ist das als Erfolg zu bezeichnen oder nicht eher späte Einsicht?
casa123 01.07.2015
3. Regel Nr. 1
Erste Regel: Traue keinem Ami!!!
crossbow17 01.07.2015
4. Das wurde auch Zeit, den USA ist es nicht...
...gelungen dieses Land zu zerstören das sich erfolgreich gegen einen üblen Diktator durchgesetzt hatte.
smokiebrandy 01.07.2015
5. ...der größte außenpolitische Erfolg?
Wie wäre es mit "der einzige außenpolitische Erfolg?"
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