Streit über Atomabkommen USA verhängen neue Sanktionen gegen Iran

Das US-Außenministerium wirft Teheran "anhaltende Bedrohungen" vor: Obwohl Iran sich an das Atomabkommen hält, hat Washington neue Strafen beschlossen.

Donald Trump
LANGSDON/ EPA/ REX/ Shutterstock

Donald Trump


Die USA haben neue Sanktionen gegen 18 Menschen und Einrichtungen in Iran verhängt. Mit den Strafmaßnahmen reagiere man auf "anhaltende Bedrohungen" durch Iran, darunter das Raketenprogramm des Landes und die Unterstützung Teherans für Terrorgruppen, teilte das Außenministerium in Washington mit.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump setzt damit eine Doppelstrategie gegen Teheran um. Am späten Montagabend hatte das Außenministerium Iran erneut bescheinigt, sich an die Auflagen des 2015 geschlossenen Atomabkommens zu halten.

Trump und Außenminister Rex Tillerson seien aber nach wie vor der Meinung, dass Iran nicht genug tue, um dem "Geist des Abkommens" gerecht zu werden, hieß es weiter. Ähnlich hatte sich der US-Präsident schon im April geäußert. Man wolle mit den Verbündeten daran arbeiten, die Mängel der Vereinbarung zu beheben.

Das US-Außenministerium wirft einigen der betroffenen Personen vor, das iranische Raketenprogramm zu unterstützen. Andere wurden nach Darstellung einer Sprecherin wegen ihrer Unterstützung der iranischen Revolutionsgarden oder einer kriminellen Organisation ausgewählt.

cte/dpa



insgesamt 47 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Don Pedro 18.07.2017
1. Und..
.. kurz vorher ein freundlicher Besuch beim Erzfeind Saudi Arabien. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Politik ist schon ein dreckiges Geschäft...
soldev 18.07.2017
2. Hakt die USA endlich ab...
...sie haben nur ein Interesse - alle Mitbewerber im Öl- und Gasmarkt kaputt zu machen
Celegorm 18.07.2017
3.
Unter den wahrlich nicht wenigen dummen bis hochgefährlichen (aussen-)politischen Handlungen der US-Regierung dürfte diese aktive Sabotage des Atomabkommens und die generelle Provokation eines Konflikts mit Iran zu den Bedenklichsten und Tragischsten gehören. Aber spätestens seit dem Besuch in Saudi-Arabien dürfte leider klar sein, nach wessen Pfeife Trump tanzt und die Saudis wollen den Konflikt mit Iran auf Teufel komm raus..
mwroer 18.07.2017
4.
Und dann fragen sich wirklich noch viele warum Nord-Korea nicht ohne Garantien der Internationalen Gemeinschaft verhandeln will? " Am späten Montagabend hatte das Außenministerium Iran erneut bescheinigt, sich an die Auflagen des 2015 geschlossenen Atomabkommens zu halten." Gut, fein - dann kommt den Jungs wie versprochen entgegen. Aber nein ... da kommt dann auf einmal 'der Geist des Abkommens' um die Ecke und es wird daran gearbeitet 'Mängel im Abkommen' zu beheben. Klar ... der Iran hält sich dran, will man aber nicht, also wird versucht noch weiter zu erpressen bis der Iran sich zwangsläufig nicht dran halten kann. Aber auf jeden Fall sind 'WIR' die Guten?
kp229, 18.07.2017
5. Usa
Wann nennt man endlich die Dinge beim Namen? Die USA scheren sich einen Dreck um internationale Verträge, die amerikanische Politik dient einzig dem Interesse der USA und vor allem dem der amerikanischen Konzerne, egal ob gerade ein demokratischer oder ein republikanischer Präsident das Zepter schwingt. Der einzige Unterschied zwischen Obama und Trump besteht darin, dass Trump das auch so sagt.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.