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27. Juni 2017, 07:11 Uhr

Hinweise auf möglichen Chemiewaffeneinsatz

USA drohen Syrien mit Vergeltung bei Giftgasangriff

Syrien bereitet nach US-Angaben den Einsatz von Chemiewaffen vor. Das Weiße Haus zieht eine rote Linie: Sollte es zu einem Angriff kommen, werde Machthaber Assad einen "hohen Preis" bezahlen.

Neue Warnungen aus Washington: Die US-Regierung von Donald Trump hat nach eigenen Angaben Hinweise darauf, dass Syriens Machthaber Baschar al-Assad möglicherweise einen Giftgasangriff vorbereitet.

Die Vereinigten Staaten hätten "potenzielle Vorbereitungen für einen weiteren Chemiewaffenangriff des Assad-Regimes identifiziert, der wahrscheinlich einen Massenmord an Zivilisten, darunter unschuldige Kinder, zur Folge haben würde", sagte Trumps Sprecher Sean Spicer.

Die USA seien in Syrien, um die Terrormiliz "Islamischer Staat" zu eliminieren. Wenn Assad aber einen "weiteren Chemiewaffenangriff" ausführe, würden er und seine Armee dafür einen "hohen Preis" bezahlen.

Bei den derzeit beobachteten Aktivitäten handele es sich um ähnliche Vorbereitungen wie jene, "die das Regime vor seinem Chemiewaffenangriff am 4. April 2017 getroffen hat", hieß es. Damals waren bei einem Giftgasangriff auf die Stadt Chan Scheichun mindestens 87 Menschen getötet worden. (Lesen Sie hier mehr zu den Hintergründen.)

Der Westen machte die syrischen Regierungstruppen verantwortlich, Assads Regierung wies die Vorwürfe zurück. Die USA hatten als Vergeltung für den Angriff einen syrischen Luftwaffenstützpunkt mit Marschflugkörpern beschossen. Es war der erste direkte Angriff des US-Militärs auf die syrischen Regierungstruppen.

dop/AFP/dpa

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