Winterspiele 2014 USA warnen vor Terrorgefahr in Sotschi

In einer Reisewarnung mahnt das US-Außenministerium zur Vorsicht bei Reisen nach Sotschi. Dort drohten möglicherweise Terroranschläge. Aber auch Schwule und Lesben könnten in der Olympiastadt Probleme bekommen.

Polizist in Sotschi: Erhöhte Terrorgefahr zu Olympia
DPA

Polizist in Sotschi: Erhöhte Terrorgefahr zu Olympia


Washington - Die USA haben ihre Bürger vor Terrorgefahren während der Olympischen Winterspiele im russischen Sotschi gewarnt. Solche Großereignisse seien ein attraktives Ziel für Terroristen, heißt es in einer "Reisewarnung" des Außenministeriums vom Freitag. Allerdings hätten die USA keinerlei Hinweise darauf, dass es eine konkrete Bedrohung für US-Bürger gebe. Gleichwohl sollten diese während der am 7. Februar beginnenden Spiele wachsam sein und sich allgemein vorsichtig verhalten.

Sotschi liegt an den Ausläufern des Nordkaukasus. Extremisten kämpfen in der Region seit Jahren für die Errichtung eines islamistischen Staates und haben damit gedroht, die Spiele zu verhindern. Ende Dezember starben bei zwei Anschlägen in Wolgograd 34 Menschen. Die Stadt liegt rund 700 Kilometer von Sotschi entfernt. Die Taten hatten Sicherheitsbedenken rund um die Spiele geschürt. Seither hat Russlands Präsident Wladimir Putin die Sicherheitsvorkehrungen weiter verschärft. Unter anderem wurden die Sicherheitskräfte in einem Teil des Nordkaukasus in Kampfbereitschaft versetzt.

Das US-Außenamt warnte US-Bürger am Freitag zudem vor der Gefahr von Kleinkriminalität und schlechter medizinischer Versorgung in Sotschi. Zudem müsse beachtet werden, dass es nach russischen Gesetzen als Delikt gelten könne, öffentlich homosexuelles oder lesbisches Verhalten zu zeigen.

ric/afp

insgesamt 46 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
echo12345 11.01.2014
1. Lächerlich
Dann müssten ja weltumspannend für alle größeren Ereignisse beginnend mit der Größenordnung von Weihnachtsmärkten Reisewarnungen ausgegeben werden. Es ist offensichtlich, das einige Regierungen den Veranstaltern und Sportlern die Spiele nicht gönnen. Arme Politik!
preteatro 11.01.2014
2. Insiderwarnung!
wie der The Telegraph/UK berichtete, drohte der saudische Geheimdienstchef Prinz Bandar angeblich Russland mit Terroranschlägen in Sotschi durch die von Saudi Arabien finanzierten und kontrollierten Terroristen, sofern Russland nicht einem Angriff auf Syrien zustimme. http://www.telegraph.co.uk/finance/newsbysector/energy/oilandgas/10266957/Saudis-offer-Russia-secret-oil-deal-if-it-drops-Syria.html Wenn jetzt die engen Saudi Freunde aus der USA vor Terroranschlägen warnen, wissen sie offenbar genau, von was sie sprechen. "Russland fordert Saudi-Arabien auf die Terrorliste zu setzen" berichtet die iranische Nachrichtenagentur - welche hier natürlich umgehend als völlig unglaubwürdig dargestellt werden wird. http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/251694-russland-fordert-saudi-arabien-auf-die-terrorliste Und zitiert angeblich Putin mit "Ich verspreche den russischen Bürgern, dass die Verbrecher keine Gnade finden werden und die Attentäter auf eine harte Strafe warten müssen." Bleibt zu hoffen, dass Putin sein Versprechen im Falle des Falles konsequent einhält.
obersthaudrauf 11.01.2014
3. Rücksichtnahme
Wenn in einem Land Homosexualität nicht so gern gesehen wird, kann man doch darauf Rücksicht nehmen. In streng muslimischen Ländern hält man sich als Tourist ja auch an die Sitten des Landes.
s.reimer 11.01.2014
4. Im Dienste der USA, danke SPON
Schade das sich SPON zum wiederholten male in den Dienst der amerikanischen Propaganda stellt. Lieber SPON, wenn sie hier so oft das "Gesetz gegen Verbreitung von homosexuellen Handlungen" als Basis ihrer Berichterstattung nehmen, wieso veröffentlichen sie dieses Gesetz nicht/ lesen sie sich es einmal durch. Da wird nichts, aber auch gar nichts homosexuellen-feindliches verbereitet, es soll lediglich Kinder daran hindern Zugang zu diesen Infos (Videos, Reportagen, etc) verhindern. Ein Jugendschutzgesetz soll es sogar in D geben, sicher bin ich mir aber dabei schon lange nicht mehr. Das die Amis eine Reisewarnung aussprechen zeigt in welcher Lage sich dieses Land mittlerweile befindet, es ist eher eine Lachnummer als eine Warnung. Russland ist schön und es werden Olym. Spiele werden ohne Terror.......Haben die Amis eigentlich 1974 eine Reisewarnung für München ausgegeben????????
e-ding 11.01.2014
5. ....
Zitat von obersthaudraufWenn in einem Land Homosexualität nicht so gern gesehen wird, kann man doch darauf Rücksicht nehmen. In streng muslimischen Ländern hält man sich als Tourist ja auch an die Sitten des Landes.
Als Tourist nehme ich es entweder in Kauf oder bereise solche Länder mit "tollen" Sitten nicht. Die Winterspiele sind nunmal ein anderes Kaliber und hier sehe ich den Veranstalter in der Pflicht, Kompromisse einzugehen. So er dafür nicht bereit ist, sollte er sich nicht als Austragungsort bewerben.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.