Vernichtung auf See USA werden syrische Chemiewaffen zerstören

Es ist der Durchbruch, auf den alle gewartet haben: Die USA haben angeboten, einen Teil der syrischen Bestände von Chemiewaffen zu vernichten. Die Kampfmittel sollen der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen zufolge auf dem Meer zerstört werden.

REUTERS

Amsterdam - Bis Mitte 2014 soll das syrische Arsenal von Chemiewaffen vollständig vernichtet sein, bisher hatte sich aber kein Land dazu bereit erklärt, die tödlichen Kampfstoffe aufzunehmen und zu zerstören. Jetzt haben die USA angeboten, einen Teil der Chemiewaffen auf dem Meer zu zerstören. Dabei handelt es sich um Hunderte Tonnen Kampfstoffe wie Senfgas, Sarin und VX. Wie die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) am Samstag in Den Haag mitteilte, werden die C-Waffen auf einem US-Schiff mit dem sogenannten Hydrolyse-Verfahren unschädlich gemacht.

Dabei soll eine Technik eingesetzt werden, die vom Pentagon entwickelt wurde: Dabei werden, vereinfacht gesagt, die Kampfstoffe mit Wasser und anderen Chemikalien vermischt und dadurch für militärische Zwecke unbrauchbar.

Insgesamt umfassen die syrischen Bestände mehr als 1300 Tonnen C-Waffen. Nach OPCW-Angaben wurden von den 23 erklärten Chemiewaffenstandorten in dem Bürgerkriegsland alle bis auf einen fristgerecht überprüft. Gemäß einer vom Uno-Sicherheitsrat im September verabschiedeten Resolution, die unter dem Eindruck eines drohenden US-Luftangriffs auf Syrien verabschiedet wurde, muss das C-Waffen-Arsenal von Machthaber Baschar al-Assad vollständig vernichtet werden.

Dem Zeitplan der OPCW zufolge sollen die gefährlichsten Kampfstoffe wie Sarin und Senfgas bis Jahresende aus Syrien hinausgeschafft werden. Alle weiteren Kampfmittel und chemischen Substanzen, mit denen Waffen hergestellt werden können, sollen bis zum 5. Februar abtransportiert werden. Die wichtigsten Kampfstoffe werden bis April vernichtet, alle anderen bis Ende Juni 2014.

Das US-Angebot gilt nur für die Kampfstoffe - für die Zerstörung weiterer chemischer Substanzen sind bei der OPCW schon 35 Interessenbekundungen von Privatunternehmen eingegangen, die jetzt geprüft würden. Die OPCW hat einen Fonds aufgelegt, mit dem die Vernichtung dieser rund 800 Tonnen Industriechemikalien finanziert werden soll und appellierte am Samstag an ihre 190 Mitgliedsländer, in den Topf einzuzahlen.

nck/AFP/Reuters

insgesamt 64 Beiträge
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Stauss3 30.11.2013
1. Sehn se: geht doch die Zusammenarbeit.
Wenn jetzt die USA auch noch den Terroristen, Deserteuren und Söldnern die Finanzierung entzieht, gibt´s wieder Frieden im Land.
der_daum 30.11.2013
2. optional
also ab ins meer damit oder wie, oder warum muss das zeug auf see vernichtet werden?!
Mensch Meier 30.11.2013
3. Man kann es auch schönreden
"vernichten" und "versenken" ist nicht das selbe
checkerle 30.11.2013
4. Aha, auf dem Meer,
da hat es nach dem 2. Weltkrieg auch schon mal Waffenentsorgungen (u.a. auch Giftgas) der Alliierten in der Nord- und Ostsee gegeben, an denen wir heute noch zu kauen haben- ein Schelm, der Böses dabei denkt.
rusty 30.11.2013
5. Umweltschutz
Zitat von sysopREUTERSEs ist der Durchbruch, auf den alle gewartet haben: Die USA haben angeboten, einen Teil der syrischen Bestände von Chemiewaffen zu vernichten. Die Kampfmittel sollen der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen zufolge auf dem Meer zerstört werden. http://www.spiegel.de/politik/ausland/usa-werden-syrische-chemiewaffen-auf-see-zerstoeren-a-936504.html
Und wir hier in Europa ziehen den grössten Affenzirkus betreffend Umweltschutz ab!
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