Venezuela Chávez entscheidet Regionalwahlen für sich

Die Opposition in Venezuela hat bei den Regionalwahlen Aufwind erhalten: Die Gegner des linksgerichteten Präsidenten Chávez eroberten das Bürgermeisteramt der Hauptstadt Caracas. In den weitaus meisten Städten und Ländern setzten sich jedoch die Chávez-Anhänger durch.


Caracas - Die Sozialisten von Präsident Hugo Chávez haben bei den Wahlen in Venezuela die meisten Gouverneursposten errungen. Die Sozialisten hätten mindestens 17 der 22 Posten gewonnen, teilte die Wahlkommission in der Nacht zum Montag mit. Die Hauptstadt Caracas aber sei an die Opposition gegangen. Auch in den zwei bevölkerungsreichsten Staaten war die Opposition erfolgreich.

AFP

Die Wahlen galten als Indikator für die Chancen von Chávez, sich um eine weitere Amtszeit zu bewerben. "Wir sind bereit, jedes Ergebnis anzuerkennen", versicherte er direkt nach der Stimmabgabe in der Hauptstadt Caracas. Nach Bekanntgabe der Ergebnisse lobte Hugo Chávez die demokratischen Abläufe in Venezuela. "Das ist der Sieg Venezuelas. Der demokratische Weg Venezuelas ist bestätigt worden." Seine sechsjährige Amtszeit endet 2013.

Wie Wahlamtsleiter Tibisay Lucena nach Auszählung von mehr als 95 Prozent der Stimmen mitteilte, gewannen die Oppositionskandidaten in mindestens drei Provinzen, die Anhänger von Chávez in 17. Die Beteiligung lag bei über 65 Prozent der 16,8 Millionen Wahlberechtigten.

Vor einem Jahr hatten die Venezolaner Chávez eine Niederlage beschert und knapp gegen die von ihm angestrebte Verfassungsreform gestimmt. Sie sah unter anderem vor, dass das Staatsoberhaupt unbegrenzt wiedergewählt werden kann.

ler/AP/AFP



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