Trump zu venezolanischem Militär "Ihr werdet alles verlieren"

Bisher steht das Militär in Venezuela hinter seinem umstrittenen Präsidenten Nicolás Maduro. Nun fordert Donald Trump die Truppen auf, ihn fallen zu lassen - und droht andernfalls mit schweren Konsequenzen.

Soldatinnen in Venezuela
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Soldatinnen in Venezuela


US-Präsident Donald Trump hat sich mit eindringlichen Worten an die Militärs in Venezuela gewandt. Er drohte mit drastischen Folgen, falls sie den umstrittenen Staatschef Nicolás Maduro weiter unterstützen. "Wenn ihr euch für diesen Weg entscheidet, werdet ihr keinen sicheren Hafen finden und keinen Ausweg. Ihr werdet alles verlieren", sagte Trump bei einer Rede.

Trump forderte das Militär auf, die an der Grenze bereitstehenden Hilfslieferungen ins Land zu lassen. Das humanitäre Desaster müsse ein Ende haben, mahnte er. Hunderte Tonnen Hilfsgüter liegen in der kolumbianischen Grenzstadt Cúcuta bereit. Doch Machthaber Maduro lässt die Brücke nach Venezuela blockieren und das Volk leiden. An die Unterstützer des Maduro-Regimes gerichtet, sagte der US-Präsident: "Beendet diesen Albtraum von Armut, Hunger und Tod."

Venezuela-Krise kommt Trump gelegen

Trump betonte, die USA "wollen einen friedlichen Machtwechsel, aber alle Optionen sind offen". Die US-Regierung schließt seit Wochen explizit nicht aus, im Zweifel auch militärisch in Venezuela einzugreifen, falls Maduro nicht freiwillig abtreten sollte.

Die Venezuela-Krise kommt Trump gelegen: Innenpolitisch steht er derzeit enorm unter Druck. Die Shutdown-Krise zieht sich hin, Trumps Umfragewerte brechen ein, die Demokraten unter Nancy Pelosi scheinen ihn erstmals ausmanövriert zu haben. Hinzu kommt der bald erwartete Bericht von Russland-Sonderermittler Robert Mueller.

Maduro hält humanitäre Hilfe für einen Vorwand

Präsident Maduro gibt sich derweil weiterhin nicht geschlagen: Erst vor wenigen Tagen beauftragte er seine Armee, einen Plan für die Entsendung von Truppen an die Grenze zu Kolumbien vorzubereiten. Er sieht die humanitäre Hilfe als einen Vorwand für eine militärische Intervention und will sie nicht ins Land lassen.

In Venezuela herrscht seit Jahren eine gravierende Versorgungskrise, obwohl das Land über die weltgrößten Ölvorkommen verfügt. Mehr als 2,3 Millionen Einwohner flohen bereits aus dem Land. Dort fehlt es an Medikamenten, Lebensmitteln und anderen Artikeln des täglichen Bedarfs.

lmd/dpa



insgesamt 52 Beiträge
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Seite 1
mima84_84 19.02.2019
1.
Ich dachte, Trump will sich nicht mehr in anderen Ländern einmischen... Ach so, auch wieder alles nur gelogen... Überraschung.
nurEinGast 19.02.2019
2. nun ja
Trump agiert in bester amerikanischer Tradition. Was Amerika nicht passt, wird zerstört. Oder es versucht. Übrig bleiben ein zerstörtes Land, Marionettenregime, Terrororganisationen. Irak, Kuba, Vietnam, Afghanistan... die amerikanische Welttournee aus Krieg und Zerstörung geht weiter- und die Welt schaut dumpf zu. Es mag sein dass in Venezuela nicht alles gut läuft. Aber gleich mal das Völkerrecht ignorieren und mit Krieg drohen ist der falsche Weg.
wannbrach 19.02.2019
3.
Wie in den meisten Fällen ist es jetzt wichtig dass das Volk alleine entscheidet und der Westen sich gefälligst heraushält.
Teile1977 19.02.2019
4. Wenn man es lässt.
Zitat von wannbrachWie in den meisten Fällen ist es jetzt wichtig dass das Volk alleine entscheidet und der Westen sich gefälligst heraushält.
Tolle Idee, aber der Diktator klammert sich an die Macht und lässt keine Wahlen zu. Schwebt Ihnen ein blutiger Bürgerkrieg vor, so mit Armee auf einer Seite und der Bevölkerung auf der anderen und Mafiaschwadrone dazwischen? Wie wäre es wohl ohne Intervention in Jugoslavien oder im Kosovo ausgegangen?
fatherted98 19.02.2019
5. da passiert...
...gar nichts. Die USA werden sich fein raushalten....werden höchstens Söldner und Soldaten über Dritte anwerben (Erinnerungen an Nicaragua werden wach). Trump macht Wind....hat aber keine Luft zum pusten. Ein Einmarsch wäre äußerst riskant....und würde letztlich nur einen Bürgerkrieg nach sich ziehen....
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