Uruguays früherer Außenminister Enrique Iglesias wird EU-Sonderberater für Venezuela

In Venezuela dauert der Machtkampf zwischen Maduro und dem selbst ernannten Übergangspräsidenten Guaidó an. Aufseiten der EU soll künftig der frühere Außenminister Uruguays in dem Konflikt vermitteln.

Enrique Iglesias: Neuer EU-Sonderberater für Venezuela
imago images/ Agencia EFE

Enrique Iglesias: Neuer EU-Sonderberater für Venezuela


Die Situation in Venezuela ist seit Monaten angespannt. Die EU hat nun einen Sonderberater für das lateinamerikanische Land ernannt. Den Posten übernimmt der ehemalige Außenminister Uruguays Enrique Iglesias. Der Ökonom werde die Staatengemeinschaft und die internationale Kontaktgruppe dabei unterstützen, zu einer friedlichen und demokratischen Lösung der Krise in dem südamerikanischen Land beizutragen, teilte der Auswärtige Dienst der EU mit.

In Venezuela tobt seit Januar ein Machtkampf zwischen Maduro und dem selbst ernannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó, der Maduro Wahlfälschung vorwirft. Guaidó wird von der Bundesregierung und anderen westlichen Staaten anerkannt. Maduros Regierung wertet das als völkerrechtswidrige Einmischung in innere Angelegenheiten.

Iglesias soll die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini sowie die internationale Kontaktgruppe aus europäischen und lateinamerikanischen Staaten beraten, wie es in der Mitteilung heißt. Außerdem solle er den Kontakt zu regionalen und internationalen Beteiligten halten.

Iglesias ist spanisch-uruguayischer Ökonom und war neben seinem Posten als Außenminister unter anderen Präsident der interamerikanischen Entwicklungsbank.

asc/dpa

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