Venezuela Leibwächter von Guaidó festgenommen

Juan Guaidó spricht von einer "Entführung" seiner Mitarbeiter - nach Angaben des venezolanischen Informationsministers hingegen sollen die zwei Leibwächter in Waffengeschäfte verwickelt sein.

Interimspräsident Guaidó: Vorwürfe Richtung Maduro
AFP / YURI CORTEZ

Interimspräsident Guaidó: Vorwürfe Richtung Maduro


Zwei Leibwächter des selbst ernannten venezolanischen Interimspräsidenten Juan Guaidó sind von Sicherheitskräften festgenommen worden. Guaidó beschuldigte am Samstag via Twitter die Regierung von Präsident Nicolás Maduro, seine Mitarbeiter entführt zu haben.

Nach Angaben von Informationsminister Jorge Rodríguez waren die beiden Mitarbeiter Guaidós in einen illegalen Waffenhandel verwickelt. Sie hätten versucht, Gewehre zu verkaufen, die bei dem gescheiterten Aufstand vom 30. April gestohlen worden seien, sagte Rodríguez bei einer Pressekonferenz. Guaidó hatte am 30. April versucht, die Streitkräfte auf seine Seite zu ziehen und Maduro aus dem Amt zu drängen.

Gauidó und Maduro liefern sich seit Januar einen erbitterten Machtkampf in dem verarmten südamerikanischen Land. Nach einem Bericht der Uno-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet ist die Regierung Maduros verantwortlich für willkürliche Festnahmen und die Folter von Oppositionellen. Millionen Venezolaner haben das Land verlassen.

tin/dpa



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