Anhaltende Krise OAS-Staaten uneins über Venezuela-Resolution

In Venezuela ist bei einer Demonstration ein weiterer Jugendlicher ums Leben gekommen. Die Organisation Amerikanischer Staaten konnte sich trotzdem nicht auf eine gemeinsame Haltung zur Lage einigen.

Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto, OAS-Generalsekretär Luis Almagro (r.)
REUTERS

Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto, OAS-Generalsekretär Luis Almagro (r.)


Die Außenminister der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) haben sich zu Beginn ihrer Vollversammlung nicht zu einer gemeinsamen Erklärung zur Krise in Venezuela durchringen können. Damit überwarfen sie sich beim wichtigsten Thema des Treffens im mexikanischen Cancún.

"Das zeigt unsere Unfähigkeit, uns zu einigen, während in den Straßen von Caracas und vielen anderen Städten in Venezuela weiter Gewalt und Unterdrückung herrschen", sagte der mexikanische Außenminister Luis Videgaray. Seine venezolanische Amtskollegin Delcy Rodríguez verließ das Treffen und sagte, die Regierung des sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro werde keinerlei Resolution akzeptieren. Venezuela hat bereits seinen Austritt aus der OAS angekündigt.

Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto rief zum Dialog auf. "Heute verlangt die Organisation von allen ihren Mitgliedern, wieder zu ihren Prinzipien und Werten zu stehen, die einst zu ihrer Gründung geführt haben", sagte der Staatschef.

Während OAS-Generalsekretär Luis Almagro und Mitgliedstaaten wie die USA, Mexiko und Argentinien Maduro immer wieder für das harte Vorgehen gegen Demonstranten kritisieren, halten die linken Verbündeten Nicaragua, Bolivien und Ecuador zu der sozialistischen Regierung in Caracas. Bei der Abstimmung in Cancún stimmten 20 der 34 Mitglieder für die Resolution, 23 Stimmen wären nötig gewesen. Acht Länder enthielten sich, fünf sprachen sich gegen die Resolution aus, Venezuela stimmte nicht ab.

Unterdessen kam am Montag bei Demonstrationen ein 17-Jähriger ums Leben. Er wurde tödlich von einer Kugel getroffen, sechs weitere Menschen wurden verletzte, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Bei den Protesten gegen die Regierung in Venezuela sind in den vergangenen Monaten insgesamt mindestens 72 Menschen ums Leben gekommen. Die Opposition verlangt die Freilassung inhaftierter Regierungsgegner und Neuwahlen. Maduro hingegen hat die Einberufung einer verfassunggebenden Versammlung angekündigt. Für die Demonstrationen macht er eine von konservativen Kreisen und ausländischen Regierungen initiierte Verschwörung verantwortlich.

Eine Reihe von Vermittlungsversuchen zwischen Regierung und Opposition sind bereits gescheitert. Die USA setzten anscheinend von Anfang an keine großen Hoffnungen in das OAS-Treffen: Außenminister Rex Tillerson kam erst gar nicht nach Cancún.

max/dpa/AFP



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INGXXL 20.06.2017
1. Mit oder ohne Resulotion
Venezuela braucht eine neue Regierung und einen radikalen Kurswechsel. Der Sozialismus ist überall gescheitert und gehört auf dem Müllhaufen der Geschichte
constractor 20.06.2017
2.
Zitat von INGXXLVenezuela braucht eine neue Regierung und einen radikalen Kurswechsel. Der Sozialismus ist überall gescheitert und gehört auf dem Müllhaufen der Geschichte
Der Sozialismus scheitert nur weil die Leute zu dumm sind das höhere Wohl zu sehen. Würde nicht jeder auf die Vermehrung seines eigenen Besitzes aus sein gäbe es auch keine Probleme. Venezuela hatte alle Chancen der perfekte Staat zu werden, aber es wurde man wieder von den Kapitalisten zerstört. Der Westen, allen voran Amerika, kann es einfach nicht ertragen das ein Land auch ohne McDonalds auskommen kann. Durch Propagander der Westmächte wurde dann die Bevölkerung aufgestachelt und der Neid als die Saat der Zwietracht gesät.
Crom 20.06.2017
3.
Zitat von constractorDer Sozialismus scheitert nur weil die Leute zu dumm sind das höhere Wohl zu sehen. Würde nicht jeder auf die Vermehrung seines eigenen Besitzes aus sein gäbe es auch keine Probleme. Venezuela hatte alle Chancen der perfekte Staat zu werden, aber es wurde man wieder von den Kapitalisten zerstört. Der Westen, allen voran Amerika, kann es einfach nicht ertragen das ein Land auch ohne McDonalds auskommen kann. Durch Propagander der Westmächte wurde dann die Bevölkerung aufgestachelt und der Neid als die Saat der Zwietracht gesät.
Nein, das Problem am Sozialismus sind die Sozialisten, nicht die Kapitalisten. Die bekommen es einfach nicht hin und wenn's dann wie immer daneben geht, wird autoritär reagiert. Da war's das dann mit der Freiheit.
F.X.Fischer 20.06.2017
4. Verschwörungstheorie
Zitat von constractorDer Sozialismus scheitert nur weil die Leute zu dumm sind das höhere Wohl zu sehen. Würde nicht jeder auf die Vermehrung seines eigenen Besitzes aus sein gäbe es auch keine Probleme. Venezuela hatte alle Chancen der perfekte Staat zu werden, aber es wurde man wieder von den Kapitalisten zerstört. Der Westen, allen voran Amerika, kann es einfach nicht ertragen das ein Land auch ohne McDonalds auskommen kann. Durch Propagander der Westmächte wurde dann die Bevölkerung aufgestachelt und der Neid als die Saat der Zwietracht gesät.
...schütteln Sie Ihre Standpunkte nur nach Belieben aus dem Ärmel oder haben Sie dafür auch eignemaßen !!stichhaltige!! Beweise! Immer wieder suchen Jugendliche in westlichen Ländern alternative Lebensstile und finden sich in Kommunen zusammen, - gerade in Deutschland halten sie es aber selber offensichtlich nicht allzulange in diesen Wohngemeinschaften aus und ziehen sich dann doch nach ein paar Jahren wieder davon zurück! Von Rentnern in Kommunen hab ich jedenfalls noch ncihts gehört! Ganz anders die israelischen Kibbuze: diese Leute besetzen nicht einfach nur Häuser und ziehen randalierend bei Demos durch die Straßen, sondern arbeiten diszipliniert und schaffen Werte. Vor solchen Sozialisten ziehe ich meinen Hut!
INGXXL 20.06.2017
5. #2
Die alte Leier die Bürger sind uneinsichtig und schlecht nur der Sozialismus ist gut. Frage warum funktioniert er dann nicht. Und war McDonald nicht mag wird ja nicht gezwungen Bürger zu essen. Man kann auch Pizza essen. Der Sozialismus endet im in Unterdrückung das lehrt um mal die Geschichte
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