Venezuela Präsident Chavez legt sich mit USA an

Der venezolanische Präsident Chavez hat die Vereinigten Staaten davor gewarnt, in sein Land einzumarschieren. Venezuela würde die US-Truppen mit Pauken und Trompeten besiegen. Washington streitet ab, eine solche Invasion zu planen.


Venezuelas Präsident Chavez: Auftritt beim Weltjugendfestival in Caracas
REUTERS

Venezuelas Präsident Chavez: Auftritt beim Weltjugendfestival in Caracas

Hamburg - Die USA seien das grausamste und mörderischste Imperium, das es in der Weltgeschichte gegeben habe, sagte der venezolanische Präsident Hugo Chavez nach Berichten des Fernsehsenders CNN. Unter dem Applaus Tausender Studenten, die zu einem Weltjugendfestival nach Caracas gekommen waren, warnte Chavez die amerikanische Regierung vor den Konsequenzen ihrer Politik. "Wenn sie eines Tages auf die verrückte Idee kommen, in unser Land einzudringen, werden sie ins Gras beißen", sagte Chavez laut CNN.

Der venezolanische Präsident sagte weiter, Sozialismus sei der einzige Weg. Sein Ziel sei es, die Welt vor der Gier des US-Imperialismus zu retten. Rund 300 Studenten aus den USA unterstützten Chavez mit Sprechchören wie "Schmeißt Bush raus". Bei dem Festival waren rund 15.000 Jugendliche aus 144 Ländern unter dem Motto "Gegen Imperialismus und Krieg" zusammengekommen.

Hugo Chavez hatte die Vereinigten Staaten in der Vergangenheit schon häufiger provoziert. Anfang August versprach er bedürftigen US-Bürgern eine kostenlose Behandlung ihrer Augenleiden in Venezuela. Durch den Abbau der Sozialleistungen unter Präsidenten George W. Bush nehme die Armut in den USA zu.



© SPIEGEL ONLINE 2005
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.