Venezuela Präsident Chávez nach Krebs-OP wieder in der Heimat

Überraschend ist der venezolanische Präsident Chávez in seine Heimat zurückgekehrt - pünktlich zum 200. Jahrestag der Unabhängigkeit. Er zeigte sich geschwächt von seiner Krebserkrankung, aber kampfbereit. In den Elendsvierteln des Landes begannen spontane Jubelfeiern.


Caracas - Dieses Fest ist ihm so wichtig, dass er es offensichtlich auf keinen Fall verpassen will: Einen Tag vor der großen Feier zum 200. Jahrestag der Unabhängigkeit Venezuelas ist Präsident Hugo Chávez wieder in seinem Land eingetroffen. Er befand sich zur Behandlung einer Krebserkrankung in Kuba, und es war bis kurz vor Beginn der Festlichkeiten unklar, ob er daran teilnehmen würde.

Das staatliche Fernsehen zeigte am Montag, wie Chávez von Ministern seiner Regierung auf dem Flughafen begrüßt wurde. "Mir geht's gut, ich fühle mich wohl", sagte er nach dem Verlassen des Flugzeugs und reckte die Faust in die Luft. "Ich bin glücklich, ich brauche etwas Ruhe", beschied er das staatliche Fernsehen kurz nach der Landung in einem Telefoninterview.

Außerdem zeigte der Sender Aufnahmen davon, wie ihn Stunden zuvor der kubanische Präsident Raul Castro verabschiedet hatte. Seit Jahren freute sich der Linkspopulist, der das Land seit 1999 regiert, darauf, die 200-Jahr-Feier anzuführen. Immer wieder hat sich der 56-Jährige seinem Volk als Wiedergeburt des Unabhängigkeitskämpfers Simon Bolivar präsentiert.

Die Anhänger von "El Comandante" feiern ihn in den Straßen. Vor allem in den Elendsvierteln der Hauptstadt wird Chávez hoch angerechnet, dass er die Öleinnahmen des Landes zum Bau von Krankenhäusern und Schulen eingesetzt hat.

Viele Venezolaner hatten damit gerechnet, dass Chávez nach zwei Krebsoperationen noch Wochen, wenn nicht gar Monate zur Behandlung auf Kuba bleiben müsse. Sie reagierten entsprechend überrascht, Anhänger organisierten spontane Partys. Unklar bleibt weiterhin, wie gesund der "Comandante" ist. Chávez sprach vom "Beginn der Rückkehr". Einige Experten schlossen daraus, dass der seit zwölf Jahren herrschende Chávez sich weiter schonen oder sich sogar erneut auf Kuba behandeln lassen müsse.

Er war am 8. Juni in Havanna eingetroffen und zunächst an einem Abszess in der Beckengegend operiert worden. Danach entdeckten die Ärzte bei ihm ein Krebsgeschwür und entfernten den Tumor.

ler/Reuters/dpa



insgesamt 7 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
bicho 04.07.2011
1. Kurzbesuch
Der Führer wird am 5.nicht an den Feierlichkeiten teilnehmen und sein Aufenthalt in der Cubanischen Kolonie Venezuela wird auch nur kurz sein- dann geht es zurück zu seinem Chef Fidel. Die gesamte Etage ist im Hospital Militar in Caracas von anderen Kranken geräumt und bunkermässig gesichert für eine eventuelle spätere Rückkehr nach Venezuela. Nun muss man aber erst einmal mit seinen Befehlsempfängern aufräumen die schon von einem Machtwechsel träumen.
diwoccs 05.07.2011
2. Unsinn
Zitat von sysopÜberraschend ist der venezolanische Präsident Chàvez in seine Heimat zurückgekehrt - pünktlich zum 200. Jahrestag der Unabhängigkeit.*Er zeigte sich geschwächt von seiner Krebserkrankung, aber*kampfbereit. In den Elendsvierteln des Landes starteten spontane Jubelfeiern. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,772353,00.html
Ich würde gern mal die Krankenhäuser und Schulen sehen, die Hugo angeblich gebaut hat. In 12 Jahren gibt es EIN Krankenhaus und alle anderen sind praktisch zerstört. Ist Hugo wirklich operiert worden oder ist das ein neuer Trick des Strategen, um über Mitleid seine schlechten Werte zu erhöhen ?
bicho 05.07.2011
3. spontane Jubelfeier ?
Die spontanen Jubelfeiern existieren nur beim Propagandaministerium und im Spiegel, hier sieht man die organisierten Busfahrten der Staatsangestellten die zur verordneten Jubelfeier beordert werden. Für eine Wahlaktion ist das wohl zu früh- die Venezolaner sind vergesslich- so etwas wäre 6 Monate vor der Wahl besser gemacht. Ausserdem sieht man auf Bildern deutlich den Beutel unter dem Hemd des Operierten den er zwei Monate tragen muss. Ein baldiger Ministerwechsel steht an- der Trucker wird wohl Fizepräsident. ABER : die Bombe tickt.
diwoccs 05.07.2011
4. nicolas
Zitat von bichoDie spontanen Jubelfeiern existieren nur beim Propagandaministerium und im Spiegel, hier sieht man die organisierten Busfahrten der Staatsangestellten die zur verordneten Jubelfeier beordert werden. Für eine Wahlaktion ist das wohl zu früh- die Venezolaner sind vergesslich- so etwas wäre 6 Monate vor der Wahl besser gemacht. Ausserdem sieht man auf Bildern deutlich den Beutel unter dem Hemd des Operierten den er zwei Monate tragen muss. Ein baldiger Ministerwechsel steht an- der Trucker wird wohl Fizepräsident. ABER : die Bombe tickt.
Nicolas war doch kein Trucker, sondern ein Metrobusfahrer.... warum soll ein Busfahrer nicht Vice werden, wenn ein Militär Präsident werden kann ? Ohne Hugo ist der Spuk bald vorbei.
bicho 05.07.2011
5. Maduro
Zitat von diwoccsNicolas war doch kein Trucker, sondern ein Metrobusfahrer.... warum soll ein Busfahrer nicht Vice werden, wenn ein Militär Präsident werden kann ? Ohne Hugo ist der Spuk bald vorbei.
Stimmt, aber hier ist er als Gandolero bekannt und eine Gandola kennt man in D doch nicht. Klar kann ein Busfahrer Fize werden nur muss man wissen in D welche Qualifikationen man in Venezuela dazu braucht- KEINE ! Das spiegelt das Niveau der Chavez Clique wieder:Drittklassige Militärs und Chusma.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.