Unterstützung für Venezuelas Präsidenten Südafrikanische Staaten stellen sich hinter Maduro

Die USA und Deutschland haben sich zu Venezuelas Oppositionsführer Juan Guaidó bekannt. Die südafrikanische Staatengemeinschaft erklärt nun, sie stehe Präsident Nicolás Maduro bei.
Hage Geingob, Präsident von Namibia

Hage Geingob, Präsident von Namibia

Foto: imago/ Xinhua

Die politische Krise in Venezuela dauert an, international ist die Haltung zu Staatschef Nicolás Maduro und zum selbst ernannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó gespalten: Russland steht zu Maduro und pocht auf die Souveränität des südamerikanischen Krisenstaats. Deutschland und weitere EU-Staaten erkennen, ebenso wie die USA, Guaidó als Übergangsstaatschef an und verlangen baldige Neuwahlen.

Jetzt hat sich auch die Staatengemeinschaft des südlichen Afrikas (SADC) festgelegt: Sie stellt sich hinter den bedrängten Präsidenten Maduro. Etliche Länder hätten versucht, sich in die Angelegenheiten Venezuelas einzumischen, und hätten sich bemüht, eine "demokratisch gewählte Regierung zu untergraben", teilte der SADC-Vorsitzende und Präsident von Namibia, Hage Geingob, mit.

Die SADC verurteile diese Verstöße gegen die Prinzipien des internationalen Rechts. Sie rufe die internationale Gemeinschaft auf, die Ergebnisse der Parlaments- und Präsidentenwahlen im Dezember 2015 und Mai 2018 zu respektieren, hieß es am Sonntag. Der SADC gehören 16 Länder an, darunter die Demokratien Südafrika und Namibia, aber auch Autokratien oder Diktaturen wie Simbabwe oder Angola.

Guaidó hatte sich selbst im Januar zum Übergangspräsidenten erklärt. Er begründete seinen Schritt damit, dass die Wahl Maduros im vergangenen Jahr undemokratisch gewesen sei. Der linksnationalistische Maduro bezeichnet Guaidó als eine Marionette der USA und lehnt Neuwahlen in dem südamerikanischen Krisenstaat ab.

cht/dpa
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