Verdacht auf Drogenhandel USA machen Venezuelas Vizepräsidenten schwere Vorwürfe

Jahrelang ermittelten die US-Behörden gegen Venezuelas Vizepräsidenten Tareck El Aissami. Nun wurde er offiziell als Drogenhändler auf die schwarze Liste der USA gesetzt.
Venezuelas Vizepräsident El Aissami

Venezuelas Vizepräsident El Aissami

Foto: MARCO BELLO/ REUTERS

Das US-Finanzministerium wirft dem venezolanischen Vizepräsidenten Tareck El Aissami vor, in den internationalen Kokainhandel verstrickt zu sein. Das ist das Ergebnis mehrjähriger Ermittlungen. Als Folge wurde El Aissami auf die schwarze Liste der US-Regierung gesetzt.

Der seit Anfang Januar amtierende Stellvertreter des linksgerichteten Staatschefs Nicolás Maduro kontrolliert nach Angaben der US-Regierung Drogenrouten nach Mexiko und in die USA. El Aissami habe zudem auch andere Drogengeschäfte in Venezuela koordiniert, hieß es von den Behörden. In einer ersten Reaktion bezeichnete er die Vorwürfe als eine "schäbige und infame Aggression" der USA.

Das US-Finanzministerium setzte zudem einen Vertrauten El Aissamis, den Geschäftsmann Samark José López Bello, als "Drogenbaron" auf die schwarze Liste. Darüber hinaus wurden 13 international tätige Unternehmen Bellos auf die Liste gesetzt.

Gerüchte über Verwicklungen von Regierungsvertretern in Geldwäsche- und Drogengeschäfte gibt es schon lange. Unter dem 2013 verstorbenen Präsident Hugo Chávez war er Innenminister. Die Maßnahmen des US-Finanzministeriums gegen Venezuelas Nummer zwei hinter Präsident Maduro dürfte die bereits schwer belasteten Beziehungen zwischen den USA und dem sozialistischen Land weiter verschlechtern.

asc/dpa/AFP

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