Angriffe auf Öltanker Emirate gehen von Sabotage durch feindlichen Geheimdienst aus

Nach Explosionen an mehreren Öltankern vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate gibt es erste Erkenntnisse: Demnach gehen die Ermittler davon aus, dass ein Geheimdienst involviert gewesen sein muss.

Bilder der Schäden an den Schiffen
UAE Mission/ REUTERS

Bilder der Schäden an den Schiffen


"Sabotageakte" gegen vier Handelsschiffe vor ihrer Golfküste hatten die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) vor wenigen Wochen gemeldet - und Ermittlungen dazu aufgenommen. Nun gibt es erste Erkenntnisse: Demnach gehen die Emirate nach eigenen Angaben von einem Angriff eines anderen Staates aus. Eine so ausgeklügelte koordinierte Operation erfordere eine "beträchtliche operative Kapazität", hieß es in einer Stellungnahme der VAE-Vertretung bei den Vereinten Nationen.

Dem Bericht zufolge wurden die Tanker anscheinend gezielt ausgewählt. Wahrscheinlich hätten mehrere Teams mit Tauchern Sprengstoff genau so an den Schiffen befestigt, dass diese nicht sanken, sondern nur manövrierunfähig wurden. Außerdem habe es schnelle Boote gebraucht, die mit genauer Kenntnis der Region in die Gewässer der Vereinigten Arabischen Emirate eingedrungen seien. Die gesamte Aktion habe die Kompetenzen eines Geheimdienstes benötigt.

Die Sabotage an den Öltankern war Mitte Mai gemeldet worden. Unter den betroffenen Handelsschiffen waren auch eines aus Norwegen und zwei saudi-arabische Öltanker. Riad und Washington sehen Iran hinter den Taten und haben ihren Ton gegen Teheran verschärft. Iran dagegen hatte davor gewarnt, dass dem Land mit fabrizierten Beweisen die Schuld gegeben und damit ein Konflikt provoziert werden solle.

Bei den Zwischenfällen sei niemand an Bord der Schiffe verletzt worden, hieß es in der von der amtlichen Nachrichtenagentur Wam verbreiteten Erklärung. Auch seien weder Öl noch chemische Substanzen ausgetreten.

vks/dpa

insgesamt 48 Beiträge
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hdudeck 07.06.2019
1. Riecht nach
CIA oder Mossad. Beide Laender haben ein Interesse, einen Krieg gegen Iran zu starten. Angesichts der Presenz der US Marine waere es fur den Iran Selbstmord, sowas durchzufuehren.
womoshadow 07.06.2019
2. Beste Geheimdienste
Sowas schaffen doch nur die besten Geheimdienste der Welt. Und es gibt Staaten, die erzählen uns den ganzen Tag, dass sie die Grössten und Besten sind, bis sie es selber glauben. So, nun kann es gestrichen werden.
winki 07.06.2019
3. Es würde mich nicht wundern, ...
wenn irgend wann ermittelt wird, dass der Mossad oder ein US-Geheimdienst hier am Wirken war. Die Länder dieser Dienste suchen doch schon seit einiger Zeit nach einem Grund den Iran militärisch anzugreifen. Nach den Massenvernichtungswaffen die es im Irak laut US-Geheimdienst gegeben haben soll und mit deren angeblicher Existenz der Irak-Krieg begründet wurde, wird offenbar noch heute gesucht. Besonders der US-Regierung ist keine Lüge zu schmutzig.
gerhard38 07.06.2019
4. Das könnte ein "False Flag Incident" gewesen sein
und wäre nicht der erste. Zeitmässig passen diese Angriffe auch sehr gut zu den verbalen Angriffen Trumps gegen den Iran. Die nächsten Angriffe dieser Art und Trumps und Pompes Äusserungen und Reaktionen dazu dürften aufschlussreicher sein.
Klaus.Freitag 07.06.2019
5. Naja
Ausländischer Geheimdienst? Die vorgetragenen - für die "Sabotageakte" notwendigen-Kenntnisse haben außer fremden Geheimdiensten die Emirate auch selbst.
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