Verfolgung Deutschland will 2500 Irak-Flüchtlinge aufnehmen

Sie gehören religiösen Minderheiten an, sie wurden gefoltert oder sexuell missbraucht: 10.000 Irak-Flüchtlinge sollen nach Angaben der EU-Innenminister in Europa aufgenommen werden. Ein Viertel davon soll in Deutschland Zuflucht finden.


Brüssel - Die Entscheidung der EU-Innenminister in Brüssel war nach Angaben des deutschen Innenministers Wolfgang Schäuble (CDU) einstimmig. Bis zu 10.000 Flüchtlinge aus dem Irak sollen in die Europäische Union kommen dürfen. Deutschland ist nach seinen Worten bereit, 2500 Menschen aufzunehmen. Allerdings unterliegt die Aufnahme der Flüchtlinge laut Schäuble dem "Prinzip der Freiwilligkeit".

Im September war noch die Zahl von 5000 für Deutschland im Gespräch gewesen. Hilfe sollen besonders schutzbedürftige Menschen erhalten, die keine Chance auf eine Rückkehr in den Irak haben. Dazu gehören religiöse Minderheiten, Folteropfer oder sexuell missbrauchte Frauen. In Deutschland sollte der Schwerpunkt auf verfolgten Christen liegen.

asc/AFP/AP/dpa



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