Verfütterungsverbot Niederlande fordern Ausnahmeregelung


Den Haag - Die niederländische Regierung möchte von einem EU-weiten Verbot von Tiermehlfutter ausgenommen werden. Der niederländische Landwirtschaftsminister Laurens Brinkhorst will am kommenden Montag einen entsprechenden Antrag beim Agrarrat der Union stellen.

Bei der Produktion von Tiermehl in den Niederlanden werde wegen der Gefahr der BSE-Verbreitung schon längst kein Rindfleisch mehr verwendet, sagte der Minister. Der Abfall von Geflügel und Schweinen könne aber ohne weiteres verfüttert werden, erläuterte er im Parlament in Den Haag.

Die Abgeordneten und der niederländische Bauernverband unterstützen die Haltung der Regierung. Viele Tiere seien heute abhängig vom Eiweiß aus der Tiermehlfütterung, betonten sie. Bei einem Verbot könnten Futtersorten für Schweine, Hühner, Katzen, Hunde, Vögel und Nerze nicht mehr produziert werden. Im Veterinärausschuss der EU hatten sich die Niederlande am Donnerstag bei der Debatte zum Tiermehlverbot der Stimme enthalten.

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