Verona Italiener stirbt nach Skinhead-Überfall

Er wollte ihnen keine Zigarette geben - und musste dafür sein Leben lassen: Ein 29-jähriger Italiener ist in Verona an den Folgen eines Skinhead-Überfalls gestorben.


Verona - Die Verletzungen waren zu schwerwiegend: Fünf Tage nach einer brutalen Attacke ist ein 29-jähriger Italiener im Krankenhaus von Verona gestorben. Mitte vergangener Woche war er von fünf lokalen Rechtsradikalen zusammengeschlagen worden.

Wie zwei Zeugen berichteten war der junge Mann gemeinsam mit seinen Begleitern im Zentrum der norditalienischen Stadt unterwegs gewesen, als es zur Begegnung mit den Skinheads kam. Den beiden Zeugen zufolge attackierten die fünf Männer den 29-Jährigen mit Faustschlägen und Tritten, weil er ihnen keine Zigarette geben wollte.

Wie die Polizei mitteilte, wurden bereits am Sonntag drei der fünf Verdächtigen festgenommen. Die anderen seien ins Ausland geflüchtet. Einer der Verdächtigen soll der ultrarechten "Front der Skinheads in Verona" angehören. Verona gilt als eine der Hochburgen der rechtspopulistischen und immigrationsfeindlichen Lega Nord.

flo/AFP



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