Anschläge auf US-Botschaften Bin-Laden-Vertrauter muss lebenslang in Haft

Lange gehörte er zum Umfeld Osama Bin Ladens, nun muss Khaled al-Fawwaz für den Rest seines Lebens ins Gefängnis. Dazu hat ein US-Gericht den Islamisten verurteilt - wegen Anschlägen auf amerikanische Botschaften vor 17 Jahren.

Terrorist al-Fawwaz vor Gericht: Beteiligung an Terroranschlägen
AP

Terrorist al-Fawwaz vor Gericht: Beteiligung an Terroranschlägen


Ein früherer Vertrauter des getöteten Qaida-Führers Osama Bin Laden muss für den Rest seines Lebens ins Gefängnis. Zu dieser Strafe hat US-Medien zufolge ein Gericht in New York Khaled al-Fawwaz verurteilt, weil er 1998 an Anschlägen auf zwei US-Botschaften in Ostafrika beteiligt gewesen sein soll.

Das Gericht hatte Fawwaz nach einem fünfwöchigen Prozess im Februar in allen 29 Anklagepunkten schuldig gesprochen. Ursprünglich war mit der Verkündung des Strafmaßes erst am 21. Mai gerechnet worden.

Bei den Anschlägen in Nairobi in Kenia und in Daressalam in Tansania waren 224 Menschen getötet und fast 5000 verletzt worden. Als Bote im Auftrag Bin Ladens soll der Saudi-Araber in den Neunzigerjahren mit verschiedenen Zellen des Terrornetzwerks Kontakt gehabt und dabei auch an den Botschaftsattacken mitgewirkt haben.

Der 53-jährige Al-Fawwaz, der 2012 von Großbritannien an die USA ausgeliefert worden war, hatte in dem Prozess seine Unschuld beteuert. Staatsanwalt Preet Bharara hatte den Schuldspruch im Februar begrüßt: Der Angeklagte habe eine "entscheidende Rolle in der mörderischen Verschwörung al-Qaidas gegen Amerika" gespielt.

mxw/Reuters



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