Videobotschaft Al-Qaida droht den USA

Auf einer islamistischen Internetseite ist am Sonntag erneut eine Videobotschaft des Terrornetzwerks al-Qaida veröffentlicht worden. Darin droht die Nummer zwei der Organisation, Aiman al-Sawahiri, US-Präsident Barack Obama und dessen Regierung.

Terrorist Sawahiri (undatierte Aufnahme): Vorwürfe an die USA
dpa

Terrorist Sawahiri (undatierte Aufnahme): Vorwürfe an die USA


Kairo - Al-Qaida wirft den USA in dem Video den anhaltenden Betrieb geheimer Gefängnisse vor und schwört Rache für den Tod jedes Kämpfers. In der Botschaft, die am Sonntag auf einer einschlägigen islamistischen Seite im Internet verbreitet wurde, wandte sich die Nummer zwei des Terrornetzwerks, Aiman al-Sawahiri, auch direkt an die politische Führung in Washington.

US-Präsident Barack Obama und seine Regierung müssten für den Tod des Libyers Ali Mohammed Abdel-Asis al-Facheri und aller in Geheimgefängnissen Inhaftierter einstehen, hieß es.

Der libysche Extremist war 2001 in Pakistan festgenommen, in US-Geheimgefängnissen inhaftiert und schließlich Libyen übergeben worden. Dort soll er sich in seiner Zelle erhängt haben. Facheri sei im Namen "des amerikanischen kriminellen Monsters" getötet worden, "das uns als lächelnder Obama in die Irre führt", sagte Sawahiri in der Videobotschaft. Die Authentizität der Aufnahme konnte zunächst nicht bestätigt werden.

wit/AP



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