Kiew Vitali Klitschko kandidiert erneut als Bürgermeister

Ende Oktober wählen die Menschen in Kiew einen Bürgermeister - und Amtsinhaber Vitali Klitschko wird erneut antreten. Er wolle seine Reformen weiterführen, sagte der Ex-Boxer. Doch seine Wiederwahl könnte schwierig werden.

Bürgermeister Klitschko (Archivbild): Er will noch mal gewählt werden
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Bürgermeister Klitschko (Archivbild): Er will noch mal gewählt werden


Vitali Klitschko will erneut als Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt Kiew kandidieren. Das gab der ehemalige Boxweltmeister im Schwergewicht am Montagabend offiziell bekannt. Er wolle die Reformen weiterführen, die begonnen worden seien, sagte der 44-Jährige.

Klitschko ist seit Mai 2014 Bürgermeister von Kiew. Seine politische Bilanz ist allerdings wenig beeindruckend, seine Wiederwahl gilt keinesfalls als sicher. Seine Kritiker werfen Klitschko vor, sein Amt als Bürgermeister der Hauptstadt mit drei Millionen Einwohnern nur als Sprungbrett für höhere Aufgaben zu nutzen.

"Klitschko glänzt weder durch intellektuelle Fähigkeiten noch durch kreatives Management", schrieb die Wochenzeitung "Komentari" nach den ersten fünf Monaten seiner Amtszeit. In Kiew wird Ende Oktober gewählt.

Klitschko gehörte zu den Anführern der proeuropäischen Massenproteste, die im Sturz des prorussischen Präsidenten Wiktor Janukowytsch gipfelten. Der frühere Profiboxer hatte zunächst für das Präsidentenamt kandidiert, dann jedoch den Milliardär Petro Poroschenko unterstützt.

aar/AFP/sid



insgesamt 15 Beiträge
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lasalette13 22.09.2015
1. Klitschko wieder Bürgermeister ?
Klitschkos Kritiker haben recht, dass Klitschko letztlich nur an eine höhere Karriere interessiert ist. Meiner Meinung hatte beim Aufstand eine große Klappe und als die Situation brenzlig wurde, hatte er sich hinter dem Bürgermeisterjob verschanzt ! Es ist wieder einmal beweisen, dass gerade die "Helden", eben KEINE HELDEN sind - leider !
deutscher-spion 22.09.2015
2. Reformen?
Welche Reformen hat Klitschko begonnen, die er gerne zu Ende führen möchte??? Intellektuell ist er wirklich nicht. Das bewies er als Kiew mit dem Bau der Grenzmauer begonnen hat und Klitschko die Bundesregierung nach dem Rat fragte. Schließlich habe Deutschland Erfahrung mit einer Grenzmauer, so Klitschko...!
hugahuga 22.09.2015
3. Könnte es vielleicht auch daran liegen, dass den Bürgern
endlich ein Licht aufgegangen ist, dass so mancher der ,new leader' mehr seine eigenen Geschäfte, als das Allgemeinwohl im Sinn hat? Oder - was sicherlich ebenso abträglich ist - sich zu sehr in den Dienst der US Administration stellt, anstatt ausschließlich für das Vorankommen der Ukraine zu arbeiten? Dieses Land und die von ausssen hereingetragene Instabilität werden uns noch sehr lange beschäftigen und es wird auf jeden Fall eine sehr teure Beschäftigung werden.
Theodoro911 22.09.2015
4. Klitschko?
Außer, daß er die ChristopherStreetParade in Kiew abgesagt hat, war der doch völlig unsichtbar. Aber er hat ja auch ein Handicap, er ist der Mann der KAS in Kiew und kriegt von der zuwenig Geld um eigenen Einfluss mittels Bimbes zu haben. OB wurde er nur per Deal. Keine Kandidatur gegen Poro dafür OB in Kiew."Klitschko glänzt weder durch intellektuelle Fähigkeiten noch durch kreatives Management" schreibt Komenrari, die sitzen vor Ort und müssten es wissen.
nofreemen 22.09.2015
5. Arbeitsteilung wie im Westen
Intellektuelle Fähigkeiten und kreatives Managenent wird von Lobbyisten beigebracht. Der Politiker beschränkt sich besser auf den Stimmenfang. Klutschko weiss schin wie mab such positioniert. Er ist ja schin lange genug im Westen. Wer zu schlau sein will, macht sich nur angreifbar. Und die die glauben schlau zu sein, sind es ohnehin nicht. Aber Glauben macht ja seelig.
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