Vizepräsidentschaft Obama lehnt Clintons Angebot ab

Deutlicher als je zuvor hat Barack Obama die Pläne seiner Rivalin Hillary Clinton abgelehnt, als Vizepräsident zusammen mit ihr gegen die Republikaner anzutreten. Er wolle Präsident werden, stellte der im Rennen der Demokraten führende Senator klar.


Columbus - Die Botschaft an Hillary Clinton war unzweideutig: Barack Obama hat die Idee seiner Rivalin zurückgewiesen, auf einem gemeinsamen Ticket als ihr Vizepräsidentschaftskandidat bei der Präsidentenwahl im November anzutreten. "Ich weiß nicht, wie jemand, der an zweiter Stelle liegt, demjenigen auf Platz eins die Vizepräsidentschaftskandidatur anbieten kann", sagte der Senator aus Illinois bei einem Wahlkampfauftritt in Columbus im Staat Mississippi unter dem Jubel von etwa 1700 Anhängern.

Die Entscheidung über die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten liege bei den Wählern, sagte Obama. "Ich will nicht Vizepräsident werden, sondern Präsident der Vereinigten Staaten", stellte der Senator aus Chicago klar. "Ich will der Chef sein."

Obama liegt derzeit im Rennen um die Spitzenkandidatur der Partei bei der Zahl der Delegiertenstimmen für den Nominierungsparteitag Ende August in Führung. Er verwies darauf, dass er seit Beginn der Vorwahlen im Januar mehr Staaten gewonnen habe als Clinton. Die nächste Vorwahl findet am Dienstag in Mississippi statt. Auch dort gilt Obama als Favorit.

als/AP/Reuters



© SPIEGEL ONLINE 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.