Vollversammlung Uno-Resolution verurteilt Leugnung des Holocaust

Der heutige Beschluss der Uno-Vollversammlung gilt als "historisch". Die Weltgemeinschaft erteilte allen Leugnern des Holocausts eine klare Absage und verabschiedete eine entsprechende Resolution.


New York/Rom - Die Resolution fordert alle Staaten dazu auf, die Leugnung der Ermordung der Juden in der Zeit des Nationalsozialismus nicht zuzulassen. Sie war von den USA und mehr als 100 anderen Staaten eingebracht worden und wurde im Einvernehmen angenommen.

Mit der Resolution werden alle Uno-Mitglieder aufgerufen, jede Leugnung des Holocaust als historische Tatsache zurückzuweisen. Anderenfalls werde die Gefahr "vergrößert, dass sich die schrecklichen Ereignisse wiederholen" könnten. In der Resolution wird nicht auf die Haltung bestimmter Länder eingegangen. Nach Angaben von Diplomaten besteht jedoch ein direkter Zusammenhang mit den Äußerungen des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad, der den Holocaust bereits mehrfach als "Mythos" oder "Erfindung" bezeichnet hatte.

Resolutionen der Uno-Vollversammlung haben nicht den gleichen Charakter wie solche des Sicherheitsrats, aber einen starken moralischen und symbolischen Wert. Die Uno hatte im November 2005 den 27. Januar zum Internationalen Holocaust-Gedenktag erklärt. An diesem Tag des Jahres 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit.

Israel begrüßte die Verabschiedung der Resolution. Jede Regierung ziehe nun den "Bann der internationalen Gemeinschaft" auf sich, wenn sie sich entsprechend äußere, sagte der Sprecher des israelischen Außenministeriums, Mark Regev.

ler/AFP



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