Vorwahl-Umfrage Clinton rutscht in Pennsylvania erstmals unter 50 Prozent

Zwei Wochen vor der wichtigen Vorwahl im US-Bundesstaat Pennsylvania schmilzt Hillary Clintons Vorsprung weiter: Die Demokratin liegt einer Umfrage zufolge nur noch wenige Prozentpunkte vor ihrem Rivalen Barack Obama - und rutscht in der Wählergunst erstmals unter die 50-Prozent-Marke.


Washington - Dass die Schlüsselwahl in Pennsylvania eine Zitterpartie werden wird, zeichnet sich seit Wochen ab: Der Vorsprung der demokratischen Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton vor ihrem innerparteilichen Rivalen Barack Obama in dem US-Bundesstaat schrumpft stetig.

Clinton: Erstmals unter der Hälfte der Wählerstimmen
AP

Clinton: Erstmals unter der Hälfte der Wählerstimmen

Noch im Februar lag Clinton in mehreren Umfragen klar vor Obama - ihr Vorsprung in Pennsylvania bewegte sich im sicheren zweistelligen Bereich.

Eine neue Prognose des US-Fernsehsenders CNN zeigt für Clinton jetzt nur noch einen geringen Vorsprung von sieben Prozentpunkten vor Obama. Der Umfrage zufolge bekäme Clinton bei der Wahl 49 Prozent, ihr Konkurrent 42 Prozent der Wählerstimmen.

Damit ist der Abstand zwischen Clinton und Obama um weitere vier Prozentpunkte eingeschmolzen: Bei einer vergleichbaren Erhebung eine Woche zuvor erreichte die Ex-First-Lady noch 51 Prozent der Wählerstimmen; Obama kam auf 40 Prozent.

Die "Super-Umfrage" von CNN bündelt regelmäßig verschiedene Erhebungen führender Forschungsinstitute, darunter der American Research Group und der Quinnipiac Universität, um eine genauere Prognose zu bekommen.

CNN-Experten führen die sich kontinuierlich verbessernden Umfragewerte Obamas auf dessen aufwendigen Wahlkampf zurück: Obama habe mit rund drei Millionen US-Dollar dreifach soviel Geld für Werbekampagnen in Pennsylvania investiert wie Clinton. Zudem beweise der Demokrat deutlich mehr Volksnähe, etwa durch eine einwöchige Busreise quer durch den Bundesstaat.

Die Abstimmung am 22. April in Pennsylvania gilt für Clinton als äußerst wichtig, um ihren Rückstand bei den Delegiertenstimmen gegenüber Obama aufzuholen. Allerdings gehen Wahlexperten davon aus, dass keiner der beiden Bewerber bei den ausstehenden Vorwahlen noch eine echte Chance hat, die notwendige Mehrheit für den Nominierungsparteitag Ende August zu erreichen.

amz



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