Vorwurf des Staatsanwalts Berlusconi soll 13-mal für Sex mit "Ruby" gezahlt haben

Pikante Details aus der Prozessakte gegen Silvio Berlusconi: Laut Staatsanwaltschaft entlohnte Italiens Ministerpräsident eine minderjährige Gespielin für sexuelle Dienste - mehr als ein dutzend Mal. Dazu schildert das Dokument den genauen Ablauf der ausschweifenden Partys.

Italiens Ministerpräsident Berlusconi: Schwere Vorwürfe der Staatsanwaltschaft
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Italiens Ministerpräsident Berlusconi: Schwere Vorwürfe der Staatsanwaltschaft


Rom - Im Prozess gegen den italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi hat die Staatsanwaltschaft schwere Vorwürfe erhoben. Laut den Prozesspapieren hatte der Politiker mehrfach Sex mit der damals minderjährigen Marokkanerin "Ruby". Berlusconi habe die Jugendliche 13 Mal für intime Treffen bezahlt, heißt es in Unterlagen, die der Nachrichtenagentur AP am Dienstag vorlagen.

Das siebenseitige Dokument bezieht sich auf Ermittlungen gegen drei Vertraute, die dem Regierungschef Prostituierte zugeführt haben sollen.

Die Partyabende in einer Villa in der Nähe von Mailand seien nach dem immer gleichen Schema abgelaufen: Auf ein Abendessen folgten erotische Tanzeinlagen der jungen Mädchen, so die Dokumente. Danach habe sich Berlusconi "ein oder mehrere Mädchen ausgesucht, mit denen er die Nacht verbrachte." Diese Mädchen hätten mehr Geld erhalten als die anderen Tänzerinnen, heißt es in dem Bericht weiter

Sowohl Berlusconi als auch die inzwischen volljährige "Ruby" haben Berichte zurückgewiesen, sie hätten miteinander Sex gehabt. Der 74-Jährige muss sich wegen der Affäre am 6. April vor Gericht verantworten. In den Unterlagen der Staatsanwaltschaft wird zum Abschluss von Ermittlungen eine Anklage auch gegen die drei Berlusconi-Vertrauten empfohlen.

Dem Staatschef drohen bis zu zwölf Jahre Haft

Die Anschuldigungen gegen hat Berlusconi im Vorfeld des Prozesses immer wieder als haltlos zurückgewiesen und das Verfahren als Farce bezeichnet. Der Justiz warf er "subversive Absichten" vor. Die Ermittlungen gegen ihn seien lediglich ein "Vorwand", um ihn aus dem Amt zu jagen.

In den vergangenen Jahren war der italienische Regierungschef schon mehrfach in Konflikt mit der Justiz geraten. Der aktuelle Fall ist jedoch der erste, in dem es um sein Privatleben geht. Im Fall einer Verurteilung wegen Umgangs mit einer minderjährigen Prostituierten drohen ihm bis zu drei Jahre Haft. Gefährlicher für Berlusconi ist nach Ansicht von Beobachtern jedoch der Vorwurf des Amtsmissbrauchs, der mit bis zu zwölf Jahren Gefängnis bestraft werden kann.

jok/AP/dpa/AFP

insgesamt 20 Beiträge
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snowboarding_3 15.03.2011
1. Wiederlich
Geschlechtsverkehr mit einer Minderjährigen. Solche Leute stehen (nicht zu Unrecht) ganz unten in der Knasthierarchie. Der Mann gehört hinter Gittern. Für den Rest seines Lebens.
Zweck-Los 15.03.2011
2. Stark
Gut, dass Silvio wenigstens bezahlt hat. Der grösste Freier Italiens bezahlt sogar, das hätte ich ihm nicht zugetraut. Ein Vorbild für alle Italiener, die wöchentlich ins Bordell gehen.
karmamarga 16.03.2011
3. Ok. Wenn das belegt ist, dann isser dran
Zitat von sysopPikante Details aus der Prozessakte gegen Silvio Berlusconi: Laut Staatsanwaltschaft entlohnte Italiens Ministerpräsident eine*minderjährige Gespielin*für sexuelle Dienste - mehr als ein dutzend Mal.*Dazu schildert*das Dokument den genauen Ablauf der ausschweifenden Partys. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,751182,00.html
der Kreuz- und Querbumser. Aber jetzt is dann gut. Die Menschheit hat im Moment andere Probleme als die mit einem ganz kleinen Mann.
Ursprung 16.03.2011
4. Stolz auf den Chef
Kann verstehen, das manche Italiener auf ihren Chef stolz sein moegen. Westerwelle haette bei denen keine Chancen..
M.Fr@nk 16.03.2011
5. Ehre wem Ehre gebührt- ein Populist zeigt sein wahres Gesicht...
Da sag ich jetzt mal boshaft "Na und wenn schon..." ein gewisser grosser Teil der Italiener hat ihn doch aufgrund "gewisser" Vorzüge gewählt diesen eitlen Gecken und Populisten, weil man sich wohl insgeheim wieder nach nem "Duce" sehnt... Es soll doch auch bei uns ein mögliches rechtes Wählerpotential von rund 20% geben, dass sich nach einer "Führerpersönlichkeit" sehnt...siehe doch man mal in Richtung KT...wäre auch fast auf den reingefallen... Und, wenn man es genau nimmt, dann gibts das Phänomen europaweit und nicht nur in Italien...
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