Waffen an Syrien Irak sperrt Luftraum für nordkoreanisches Flugzeug

Ein Zwischenfall beschäftigt die Luftüberwachung im Irak: Das Land verweigert einer Maschine aus Nordkorea den Überflug. An Bord sollen sich möglicherweise Waffen für den syrischen Machthaber Assad befinden.


Bagdad - Der Irak hat seinen Luftraum für ein nordkoreanisches Flugzeug gesperrt, das möglicherweise Waffen nach Syrien liefern sollte. Ein Berater der irakischen Regierung sagte der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag, die Behörden hätten wegen der Flugroute Verdacht geschöpft. Die Maschine sollte ursprünglich am Samstag den Irak überqueren. Bislang habe sein Land keinen Kontakt zu der Regierung in Pjöngjang wegen des Falls aufgenommen.

Am Donnerstag hatte der Irak den Bericht eines westlichen Geheimdienstes zurückgewiesen, wonach Iran über irakisches Hoheitsgebiet Waffen und Ausrüstung nach Syrien schmuggelt. In dem Bericht hieß es, beinahe täglich würden Dutzende Tonnen Waffen und zahlreiche Angehörige der Revolutionsgarden nach Syrien geflogen.

Bewaffnet würden sowohl die syrischen Regierungstruppen wie auch regimetreue Milizen. Auch auf dem Landweg quer durch den Irak würden Lastwagen große Mengen Waffen und Munition nach Syrien bringen. Dort kämpft Präsident Baschar al-Assad seit eineinhalb Jahren gegen einen Aufstand. Dabei sind schätzungsweise mehr als 27.000 Menschen getötet worden.

Über Hilfen für das Assad-Regime wird bereits seit längerem spekuliert. Am vergangenen Wochenende hatte ein hochrangiger iranischer Offizieller erstmals eingeräumt, dass Mitglieder der sogenannten Revolutionswächter in Syrien im Einsatz sind. Kommandeur Mohammad Ali Dschaafari hatte nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Insa auf einer Pressekonferenz erklärt, Mitglieder der Elitetruppe befänden sich in Syrien. Es handle sich aber nicht um eine militärische Präsenz.

Die Revolutionswächter seien als Berater tätig, leisteten aber auch finanzielle Hilfe, so Dschaafari. Iran werde Syrien aber auch direkte militärische Unterstützung anbieten, sollte das Land angegriffen werden. Wie viele Revolutionswächter sich derzeit in Syrien aufhalten, sagte der Kommandant nicht.

jok/Reuters

insgesamt 16 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
5michael5 21.09.2012
1. Brutal - internationalisiert
ist dieser Konflikt unterdessen. Die aufgebrochenen Gräben in Syrien entsprechen deshalb den vorhandenen regionalen und internationalen Konflikten. Das "Restguthaben" der Aufrichtigkeit, des Mutes und der Barmherzigkeit entspricht wohl leider der Position der Uno im Zusammenhang mit diesen Konflikten. Eine gnadenlos schlechte Position. Eine verdammt zerüttete Weltgemeinschaft.....
mr_supersonic 21.09.2012
2. Rätselhaft
Zitat von sysopEin Zwischenfall beschäftigt die Luftüberwachung im Irak: Das Land verweigert einer Maschine aus Nordkorea den Überflug. An Bord sollen sich möglicherweise Waffen für den syrischen Machthaber Assad befinden. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,857199,00.html
Bestimmt wollte Nordkorea nur Nahrungsmittel einfliegen, um der wegen der bösen Invasoren aus dem Ausland nun eingekesselten Syrer, die trotz der heldenhaften Bombardierung von Wohnvierteln, Krankenhäusern und Tankstellen sich nicht befreien können. Von einem Krieg der sowieso CIA und Al-Kaida gesteuert ist. Ein Glück haben die noch Putin, sonst wäre das Chaos dort perfekt...
tkgdfk 21.09.2012
3. Waffenschmuggel
Wer redet eigentlich vom Waffenschmuggel der USA, Saudi Arabiens und der Türkei nach Syrien. Hier wird den radikalislamistischen "Rebellen"-Söldnern grosszügige Unterstützung gewährt; obwohl diese Waffen in brutalstmöglicher Absicht gegen die nichtislamistische Zivilbevölkerung eingesetzt werden. Sollen wir wirklich so weiter machen mit der verbrecherrichern Hilfe für rücksichtslose Gotteskrieger? Ich denke es ist Zeit für eine Umkehr:
na!!! 21.09.2012
4. na is doch super...
lassen wir sie doch das unter sich ausmachen . einfach beobachten falls sie auf die idee kommen uns zu bedrohen ! ansonsten sollte man sie alleine lassen , mit ihnen gibts eh immer nur ärger .
Lemmi42 21.09.2012
5. Amerika,die Türkei u.a.
brauchen keine Waffen und Munition zu schmuggeln,sie liefern einfach und das von Anfang an.Sie sind die "Freunde Syriens"sagen sie und meinen die Freunde der Terroristen Syriens,der Aktivisten !
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.