Waffenkontrolle Weißes Haus lehnt Saddams Besuchsangebot ab


Amman/Bagdad - Der irakische Parlamentspräsident Saadun Hammadi hat eine Delegation des US-Kongresses und Abrüstungsexperten zu einem Besuch von mutmaßlichen Waffenproduktionsstätten eingeladen. Die Amerikaner sollten sich selbst davon überzeugen, dass der Irak entgegen Washingtoner Vorwürfen keine Massenvernichtungsmittel herstelle, meldete die offizielle irakische Nachrichtenagentur INA am Montag.

Während es aus dem Kongress wegen der August-Sommerpause zunächst keine Reaktion gab, wiesen Sprecher des Weißen Hauses die Offerte zurück. Der Irak sei nicht "in der Position zu verhandeln", nachdem er seine Verpflichtungen in der Frage von Uno-Waffeninspektionen nicht erfüllt habe, hieß es in den Stellungnahmen.

INA zufolge gingen die Einladungen an die Sprecher von Senat und Abgeordnetenhaus bei der Vertretung Polens ein, die sich im Irak um amerikanische Belange kümmert. Danach solle sich die Delegation drei Wochen lang im Land aufhalten. Über die Zusammensetzung der Abordnung könnten die USA frei entscheiden.



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