Wahl des Uno-Sicherheitsrats Deutschland drängt ins Weltsupergremium

Der Countdown läuft: An diesem Dienstag wählt die Uno einen neuen Sicherheitsrat - Deutschland gilt als Favorit für einen der nichtständigen Sitze. Außenminister Westerwelle gibt sich zuversichtlich und pocht auf eine grundlegende Reform der Weltgemeinschaft.

Außenminister Westerwelle: "Große Chance, mehr für Frieden und Abrüstung zu tun"
dpa

Außenminister Westerwelle: "Große Chance, mehr für Frieden und Abrüstung zu tun"


New York - In New York entscheidet sich an diesem Dienstag, ob Deutschland für die nächsten zwei Jahre in den Uno-Sicherheitsrat aufgenommen wird. Die Vollversammlung der Weltgemeinschaft bestimmt fünf der zehn nichtständigen Mitglieder des mächtigsten Uno-Gremiums.

Für die beiden Plätze der westlichen Staaten, die zum Jahreswechsel von Österreich und der Türkei freigemacht werden, gibt es drei Kandidaten: Neben Deutschland sind noch Kanada und Portugal im Rennen. Deutschland, der drittgrößte Beitragszahler der Vereinten Nationen, gilt nach Einschätzung von Diplomaten als Favorit. Das Mandat läuft über zwei Jahre. Für einen Erfolg bei der geheimen Abstimmung ist eine Zweidrittelmehrheit notwendig.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihr Vize, Außenminister Guido Westerwelle (FDP), haben in den vergangenen Monaten vor allem in Ländern Afrikas, Lateinamerikas und bei den kleinen Inselstaaten intensiv für einen Einzug Deutschlands in den Sicherheitsrat geworben.

Kurz vor der Entscheidung gab sich Westerwelle optimistisch. "Wir gehen mit Respekt, aber Zuversicht in die Abstimmung", sagte er der "Bild"-Zeitung. Es gehe um eine wichtige Wahl für Deutschland. "Zwei Jahre Mitglied im Sicherheitsrat zu sein, ist eine große Chance, mehr für Frieden und Abrüstung zu tun. Wir müssen verhindern, dass sich immer mehr Staaten oder gar Terroristen atomar bewaffnen", sagte Westerwelle. Die Bewerbung um den zweijährigen Sitz sei aber "komplett getrennt" von dem Streben Berlins nach einem ständigen Sitz im Sicherheitsrat. "Die Uno muss reformiert werden mit einem Sitz für Afrika und Lateinamerika, und auch Asien fühlt sich zu Recht unterrepräsentiert. Und wir bleiben dabei, dass auch Deutschland ständig vertreten sein möchte", so Westerwelle.

Zuletzt hatte Deutschland 2003/2004 einen Sitz im Sicherheitsrat inne. Das Gremium ist laut Uno-Charta für die Wahrung des Weltfriedens verantwortlich.

anr/dpa/AFP/dapd



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gloton7, 12.10.2010
1. UNO=eingetragener Karnevalsverein
Zitat von sysopDer Countdown läuft: An diesem Dienstag wählt die Uno einen neuen Sicherheitsrat - Deutschland gilt als Favorit für einen der nichtständigen Sitze. Außenminister Westerwelle gibt sich zuversichtlich und pocht gleichzeitig auf eine Uno-Reform, die Deutschland als festes Mitglied in dem Gremium verankern soll. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,722554,00.html
Seit dem 12.09.2001 ist die UNO ein eiingetragener Karnevalsverein und hängt seine Pappnasen in die Kameras verblödeter Journalisten. Kofi Annan hat an diesem Tag der NATO das Recht auf Rache zugesprochen - einen Tag nach dem elften September. Die UNO ist tot. Ihr Gedanke war gut. Erst wenn die NATO aufgelöst wird und der Sicherheitsrat von wirtschaftlich orientierten Menschen befreit ist, kann die Welt wieder aufatmen. Dieser UNO keine Macht, keine Aufmerksamkeit, keine Unterstützung. Anstelle dessen das Geld sammeln zum Aufbau einer offenen, demokratischen UNO. Gerade Westerwelle als bekenndender Bilderberger sollte auf die Finger geklopft werden.
hhasenbein123 12.10.2010
2. Angriffskriege organisieren
Was soll das? Ich will nicht in den Weltsicherheitsrat. Was wollen wir da machen? Die USA bei ihren völkerrechtswidrigen Angriffskriegen den Rücken stärken? Mehr tote deutsche Soldaten? Nein Danke!
durchblick 12.10.2010
3. die 2. groessten Pudel sind wir
Zitat von sysopDer Countdown läuft: An diesem Dienstag wählt die Uno einen neuen Sicherheitsrat - Deutschland gilt als Favorit für einen der nichtständigen Sitze. Außenminister Westerwelle gibt sich zuversichtlich und pocht gleichzeitig auf eine Uno-Reform, die Deutschland als festes Mitglied in dem Gremium verankern soll. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,722554,00.html
Wir koennen sicher sein das sich mit D-Land im Gremium nichts aendern wird. Lass uns ehrlich sein, wir send neben den Briten die groessten Pudel der Amis !
meslier 12.10.2010
4. Keinen ständigen Sitz!!
Zitat von sysopDer Countdown läuft: An diesem Dienstag wählt die Uno einen neuen Sicherheitsrat - Deutschland gilt als Favorit für einen der nichtständigen Sitze. Außenminister Westerwelle gibt sich zuversichtlich und pocht gleichzeitig auf eine Uno-Reform, die Deutschland als festes Mitglied in dem Gremium verankern soll. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,722554,00.html
Deutschland als festes Mitglied wäre das schlimmste was uns passieren kann... Wenn die EU einen festen Sitz bekommt ist es o.k.
durchblick 12.10.2010
5. Weissbuch der BW zeigt die Richtung auf
Zitat von sysopDer Countdown läuft: An diesem Dienstag wählt die Uno einen neuen Sicherheitsrat - Deutschland gilt als Favorit für einen der nichtständigen Sitze. Außenminister Westerwelle gibt sich zuversichtlich und pocht gleichzeitig auf eine Uno-Reform, die Deutschland als festes Mitglied in dem Gremium verankern soll. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,722554,00.html
Noch ein Zusatz, man lese das Weissbuch der Bundeswehr, dann weiss man auch wo die Reise hingeht.
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