Wahl in Polen Schwache Beteiligung am Vormittag

Die Parlamentswahl in Polen ist mit einer eher schwachen Beteiligung angelaufen. Weit weniger als zehn Prozent der Wahlberechtigten haben bis zum späten Vormittag ihre Stimme abgegeben. Bei der Wahl wird ein politischer Wechsel erwartet.


Warschau - Die Wahlkommission teilte mit, dass viereinhalb Stunden nach Öffnung der Wahllokale die Beteiligung landesweit 6,76 Prozent betragen habe. In der Hauptstadt Warschau gingen in den ersten viereinhalb Stunden der Abstimmung 7,63 Prozent der Wahlberechtigten an die Urnen. Jüngsten Umfragen zufolge hatten nur 44 Prozent aller Wahlberechtigten vor, wählen zu gehen.

Bei der ersten Wahl nach dem polnischen EU-Beitritt ist ein politischer Wechsel zu erwarten: Nach Prognosen steuert die post-kommunistische Regierungspartei SLD auf eine verheerende Niederlage zu. Den konservativ-liberalen Oppositionsparteien wird ein Erdrutschsieg vorausgesagt. Erwartet wird eine Kolition aus der katholischen Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) und der liberalen Bürgerplattform (PO) mit 32 Prozent.

Die Wahllokale schließen um 20 Uhr. Dann werden auch die ersten Ergebnisse der Nachwahlbefragungen veröffentlicht.



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