Wahl in der Ukraine Krieg der Stars

Das Imperium schlägt zurück: Bei der Bürgermeisterwahl im krisengeschüttelten Kiew darf ein Politiker als "Darth Vader" antreten. Unter dem Namen der Filmfigur konkurriert er unter anderem mit Ex-Boxweltmeister Vitali Klitschko.

Möge die Macht mit ihm sein? "Darth Vader" will Bürgermeister in Kiew werden.
REUTERS

Möge die Macht mit ihm sein? "Darth Vader" will Bürgermeister in Kiew werden.


Schwer zu sagen, was man den Wählern in der Ukraine raten soll. Möglichkeit eins: Dieser Junge ist Eure letzte Hoffnung. Möglichkeit zwei: Hütet Euch vor der dunklen Seite der Macht. Möglichkeit drei: Ignoriert den Spaßkopf, ihr habt wichtigere Probleme.

Denn wenn die Menschen am 25. Mai in Kiew zur Wahl gehen, finden sie auf dem Wahlzettel auch den Namen Darth Vader. Genau: den Namen des schwer atmenden Bösewichts aus der Filmreihe "Krieg der Sterne". Ein Politiker kandidiert unter dem Pseudonym für das Amt des Bürgermeisters, konkurriert dabei unter anderem mit Ex-Boxweltmeister Vitali Klitschko. Ein Krieg der Stars, sozusagen.

Die Zentrale Wahlkommission in Kiew hatte Anfang April eine Kandidatur der Filmfigur bei der Präsidentenwahl abgelehnt, da die Dokumente unvollständig seien. Doch bei der Bürgermeisterwahl darf er nun antreten. "Darth Vader" habe alle nötigen Dokumente eingereicht, sagte Anastassija Sernowa von der städtischen Wahlkommission. "Daher waren wir verpflichtet, ihn zu registrieren". Doch damit nicht genug: In der Schwarzmeerstadt Odessa ist er ebenfalls zur Wahl zugelassen worden.

Hinter der Filmfigur verbirgt sich ein Mitglied der Ukrainischen Internetpartei IPU. "Mein Designer hat bereits mit den Planungen für den Bau meines Throns im Bürgermeisterzimmer begonnen", sagte der Politiker.

tob/dpa

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