Wahlfarce in Nordkorea Hundert Prozent für den Führer

In Nordkorea werden die Menschen wieder einmaldazu angehalten, das von den Kommunisten gestellte Parlamdent zu wählen. Wie in der Vergangenheit, so steht schon jetzt fest - das Ergebnis dürfte bei fast 100 Prozent Zustimmung liegen.


 Nordkoreas Staatsschef Kim Jong Il: Allmächtige Präsenz
EPA/DPA

Nordkoreas Staatsschef Kim Jong Il: Allmächtige Präsenz



Pjöngjang - Staatschef Kim Jong Il und hunderte weitere Kandidaten wurden in das neue Parlament gewählt.

Die staatlichen Medien zeigten lange Schlangen von Wartenden vor den Wahllokalen. "Alle Wähler nehmen wie ein Mann mit revolutionärem Eifer und dem Bewusstsein von Bürgern an der Wahl teil", berichtete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA. Kim sei im Bezirk 649 gewählt worden, hieß es.

Wie viele Abgeordnete die 11. Oberste Volksversammlung, das fünf Jahre amtierende Parlament, genau hat, war zunächst nicht klar. Das letzte Parlament hatte 687 Vertreter.

Die Abstimmung war reine Formsache, da alle Kandidaten von der kommunistischen Arbeiterpartei ausgewählt wurden und es für gewöhnlich nur einen Kandidaten pro Wahlkreis gibt. Dieser wird dann mit fast hundert Prozent Zustimmung gewählt.

Kim selbst stimmte laut KCNA an einer Wahlurne an der nach seinem Vater benannten Militärhochschule Kim Il Sung in Pjöngjang für einen Offizier.



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