Wahlkampf Bush spricht erneut von "Kreuzzug" gegen den Terror

US-Präsident Bush fällt in alte Terminologie zurück. In einem Wahlkampfbrief, der an potenzielle Geldgeber in Florida ging, lobt sein Team den Kampf gegen den internationalen Terrorismus als "globalen Kreuzzug".


Washington - Der Wahlkampfleiter George W. Bushs, Marc Racicot, bestätigte gestern, dass in einem Schreiben vom 3. März an potenzielle Geldgeber in Florida der Präsident dafür gelobt worden sei, dass er "einen globalen Kreuzzug gegen den Terrorismus anführt".

Der Brief habe die Zielstrebigkeit des Präsidenten bei seinen Bemühungen in Afghanistan und im Irak betonen sollen, Menschen zu befreien und zwar "nicht nur für einen Monat, nicht für einen Tag, nicht für zehn Jahre, sondern für 100 Jahre", erklärte Racicot. Dies drücke der Brief auch aus.

Bush hatte den Begriff nach den Anschlägen in den USA vom 11. September 2001 benutzt. Nach den Anschlägen auf das World Trade Center in New York und das Pentagon bei Washington hatte Bush erklärt: "Dieser Kreuzzug, dieser Krieg gegen den Terrorismus wird einige Zeit dauern." Besonders unter Muslimen hatte der Begriff weltweit für Empörung gesorgt. Später hatte Bush seine Wortwahl bedauert.



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