Wahlkampf-Endspurt McCain tritt mit "Joe dem Klempner" auf

Es geht um alles in den letzten Tagen vor der US-Wahl: Sicherheitshalber hat sich John McCain handfeste Verstärkung besorgt. Der Republikaner lud "Joe den Klempner" auf seine Wahlkampf-Bühne ein. Dieser erschien - wenn auch zögerlich.


Sandusky - Er ist der Mann, der im Wahlkampf der US-Republikaner herhalten als musste als Mann der Mittelklasse, den die Steuererhöhungen Obamas hart treffen würden. Jetzt trat US-Präsidentschaftskandidat John McCain mit dem über Nacht bekannt gewordenen Klempner Joseph Wurzelbacher auf.

Er habe nichts vorbereitet, sagte "Joe der Klempner" am Donnerstag bei der Wahlkampfveranstaltung in Sandusky im US-Bundesstaat Ohio. Aber er wolle den Menschen raten, nicht fremde Meinungen zu übernehmen, sondern sich selbst über Politik zu informieren.

Wurzelbacher hatte Aufmerksamkeit erregt, weil er Obama bei einem Auftritt wegen dessen Steuerpolitik beherzt zur Rede gestellt hatte. McCain hatte den aus Ohio stammenden Klempner immer wieder als Synonym für den unbescholtenen US-Durchschnittsbürger genannt, der unter der Politik des Demokraten Barack Obama leiden werde.

Es sollte eigentlich der zweite Wahlkampf-Auftritt von "Joe dem Klempner" für die Republikaner sein. Bei einer vorherigen Veranstaltung am Donnerstag hatte McCain Wurzelbacher bereits angekündigt - allerdings war dieser gar nicht erschienen. "Joe, ich dachte, du seist heute bei uns", sagte McCain, als er seinen Fehler bemerkte. "Gut, ihr seid alle Joe der Klempner", rief er dem Publikum zu.

Wenige Tage vor der Wahl am kommenden Dienstag befindet sich McCain auf einer zweitägigen Bustour in dem umkämpften US-Bundesstaat Ohio.

amz/AFP



© SPIEGEL ONLINE 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.