Wahlkampf Italiens Präsident ruft zu Mäßigung auf


Rom - Der italienische Präsident Carlo Azeglio Ciampi hat angesichts des harten Schlagabtauschs im Parlaments-Wahlkampf zur Ruhe gemahnt. Schrille Töne seien kein Zeichen echter staatsbürgerlicher Leidenschaft. "Es wäre stattdessen gut, sie zu mäßigen", sagte Ciampi heute vor Journalisten.

Die Atmosphäre zwischen den konkurrierenden Parteien vor der Parlamentswahl am 9. und 10. April war nach Ansicht von Beobachtern zuletzt zunehmend vergiftet. Für Unruhe hatte zuletzt vor allem eine Reisewarnung der USA gesorgt.

Die Vereinigten Staaten hatten Italienbesucher vor dem Risiko eines Al-Qaida-Anschlags noch vor der Parlamentswahl und auf gewaltsame Proteste gegen Regierungschef Berlusconi hingewiesen. Die Mitte-Links-Opposition vermutete dahinter eine versteckte Wahlkampfhilfe für Ministerpräsident Silvio Berlusconi aus Washington, indem eine Atmosphäre der Angst erzeugt werde. Zudem haben die Kontrahenten im Wahlkampf mit scharfen Worten vor dem wirtschaftlichen Ruin des Landes gewarnt, falls die jeweils andere Seite gewinne.

har/rtr



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