E-Mail-Enthüllungen In Assads Welt

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2. Teil: Sind die E-Mails überhaupt echt?


Die rund 3000 Mails bekam der "Guardian" nach eigenen Angaben von einem Mitglied der syrischen Opposition zugespielt. Unabhängig überprüfen lässt sich die Authentizität der Mails bislang nicht. Doch die britische Zeitung verweist auf ihre gründliche Nachrecherche und kommt zu dem Ergebnis, dass es sich tatsächlich um Assads Mail-Verkehr handele.

In den Mails seien zahlreiche private Informationen enthalten, von Familienfotos bis zu einer Geburtsurkunde, die selbst für Geheimdienste schwer zu fälschen seien. Die Zeitung hat nach eigenen Angaben zehn Menschen, deren Mails im Paket enthalten sind, kontaktiert - diese hätten den Inhalt ihrer Mails bestätigt oder zumindest nicht dementiert. Auch Mails zwischen Assad-Beratern und westlichen Journalisten sind enthalten. Die britischen Händler, bei denen Asma al-Assad offenbar unter dem Namen "Alia Kayali" bestellte, bestätigten ebenfalls, dass die Mails tatsächlich bei ihnen eingingen.

Die Domain der Web-Adressen, alshahba.com, klingt plausibel: Shahba ist eine Firmengruppe, die dem syrischen Regime gehört.

Die Möglichkeit, dass die E-Mails gefälscht sind, ist damit gering, wenn auch nicht ausgeschlossen. Die Recherchen des "Guardian" legen nahe, dass die E-Mail-Konten tatsächlich von Assad benutzt wurden. Ob allerdings jede der 3000 Nachrichten tatsächlich aus seinem Account stammt, lässt sich zurzeit kaum beurteilen.

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Netcube 15.03.2012
1. ...
Zitat von sysopAPGeliebter Ehemann, grausamer Diktator: 3000 private E-Mails von Syriens Präsident Assad liegen offenbar dem "Guardian" vor. Nach Recherchen des Blatts sind sie authentisch. Die Korrespondenz mit Ehefrau und Beratern liefert einzigartige Einblicke in das Weltbild des Despoten - und zeigt seine Vorliebe für ein zynisches Video. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,821618,00.html
Gestern noch: "Allerdings, so räumt die Zeitung ein, ließ sich nicht mit endgültiger Sicherheit bestätigen, ob die E-Mails tatsächlich echt sind." GehackterDiktatoren-Account: Tausende private E-Mails stellen Assad-Familie bloß - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,821442,00.html)
ergo_789 15.03.2012
2. Schaden durch Anonymous
Zitat von sysopAPGeliebter Ehemann, grausamer Diktator: 3000 private E-Mails von Syriens Präsident Assad liegen offenbar dem "Guardian" vor. Nach Recherchen des Blatts sind sie authentisch. Die Korrespondenz mit Ehefrau und Beratern liefert einzigartige Einblicke in das Weltbild des Despoten - und zeigt seine Vorliebe für ein zynisches Video. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,821618,00.html
Es scheint ja so zu sein, als ob die Veröffentlichung durch Anonymous der Aktion der syrischen Aktivisten geschadet hat. Immerhin hat Assad kurz darauf den Account nicht mehr genutzt. Meines Erachtens ein weiterer Beweis dafür, dass die Handlungen dieser Hackergruppierung (Anon) durch ihre Eingriffe von außen alles andere als hilfreich und möglicherweise sogar schädlich sind.
johnny01 15.03.2012
3.
Zitat von sysopAPGeliebter Ehemann, grausamer Diktator: 3000 private E-Mails von Syriens Präsident Assad liegen offenbar dem "Guardian" vor. Nach Recherchen des Blatts sind sie authentisch. Die Korrespondenz mit Ehefrau und Beratern liefert einzigartige Einblicke in das Weltbild des Despoten - und zeigt seine Vorliebe für ein zynisches Video. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,821618,00.html
Assad schickt etwa seiner Frau den Link zu einem Clip aus einer US-Castingshow, das er als "beste Illusion aller Zeiten" preist. Ende Dezember schreibt sie ihm: "Wenn wir zusammen stark sind, werden wir das zusammen überstehen. Ich liebe Dich." Diese Frau liebt doch nur die Kohle! Es ist eine Schande, da Sie selbst aus Homs stammt, wo nun die Sunniten (wie Sie selbst) verfolgt werden. Was will Sie mit Ihrem Göttergatten durchstehen? Das Spiel ist für die Assads sowieso vorbei - sie werden niemals mehr so regieren können, wie vor der Rebellion. Das ist nicht mehr möglich. Man kann nur hoffen, dass die bald weg sind.
b.lödheimer 15.03.2012
4. So schnell
Zitat von NetcubeGestern noch: "Allerdings, so räumt die Zeitung ein, ließ sich nicht mit endgültiger Sicherheit bestätigen, ob die E-Mails tatsächlich echt sind." GehackterDiktatoren-Account: Tausende private E-Mails stellen Assad-Familie bloß - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,821442,00.html)
ändern sich die Zeiten - da haben wir also nun mit den E-Mails wieder mal einen korrupt-feudalen Diktator nebst habgieriger und zu ausschweifendem Lebensstil neigenden Frau vor uns (also den Alptraum jedes schuftenden Mittelstandshausherren), ein altbekanntes Stereotyp, dem einer Marie-Antoinette ("dann sollen sie eben Kuchen essen") und ihres Ludwigs ("eine Revolte") nicht ganz unähnlich, erinnernd an Ferdinand und Imelda Marcos, nur eben zeitgenössisch upgedated. Der Diktator von Welt geht nicht, wie noch 1789, auf königliche Jagd und schreibt (wie zum 14. Juli 1789) "rien" in sein Tagebuch, sondern tut selbiges beim Shoppen online. Letztlich rechtfertigen ja solche Stereotype (wie 1792/93) den Tyrannensturz / -mord. Wobei noch interessant wäre zu erfahren, wer die "Aktivisten" sind - etwa dieselben Aktivisten, die auf ihren Serverfarmen jenseits des Atlantiks sowieso alle E-Mails mitlesen? Oder nur die von jenen Aktivisten unterstützten Aktivisten in Syrien? Oder haben wir es hier mit einer Mischung aus echten und 'veredelten' Mails zu tun? Ist Syrien übrigens nicht längst von Internetverbindungen abgeschnitten und von Störsendern umgeben? Auch diese Anonymus-Geschichte ist interessant - wurde da nicht neulich einer "umgedreht"?
amana 15.03.2012
5.
Zitat von sysopAPGeliebter Ehemann, grausamer Diktator: 3000 private E-Mails von Syriens Präsident Assad liegen offenbar dem "Guardian" vor. Nach Recherchen des Blatts sind sie authentisch. Die Korrespondenz mit Ehefrau und Beratern liefert einzigartige Einblicke in das Weltbild des Despoten - und zeigt seine Vorliebe für ein zynisches Video. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,821618,00.html
Ich denke das schlimme an diesen Emailenthüllungen sind nicht die Einkäufe der First Lady, das hat man doch erwartet von ihr, sondern der Umstand dass als in Ihrer Heimatstadt Homs die Menschen im Mörserfeuer starben sie und Ihr Mann ihr kitschiges Alltagsleben mit Senden von Youtubevideos und done by 5 pm , love you Nachrichten weiterlebten. Das macht einen betroffen und bestärkt mich immer mehr im Glauben dass diese Familie dieses Herrscherpaar längst jenseits von Moral und Anstand handeln. Wenn es nicht über 8000 Tote auf allen Seiten gäbe, könnte man diese Imeldageschichten ja als Boulevardthemen abtuen, aber sie sind eine Ohrfeige für jeden Syrer.
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