Kosten für Feier zum 4. Juli Bürgermeisterin von Washington bittet Trump zur Kasse

Mit Militärparade und Feuerwerk feierte US-Präsident Donald Trump in Washington, D.C., den 4. Juli - und ließ die Hauptstadt dafür mitzahlen. Nun fordert die Bürgermeisterin eine Entschädigung.

US-Militärparade zum 4. Juli: Trump feiert, Washington, D.C., trägt bislang einen Großteil der Kosten
Stephanie Keith/Getty Images/AFP

US-Militärparade zum 4. Juli: Trump feiert, Washington, D.C., trägt bislang einen Großteil der Kosten


Die US-Hauptstadt Washington, D.C., fordert von der Regierung eine finanzielle Entschädigung nach den Feierlichkeiten zum 4. Juli. "Wir bitten um ihre Hilfe, um sicherzustellen, dass die Einwohner des Distrikts Columbia die Millionenkosten für Sicherheitsvorkehrungen bei Veranstaltungen des Bundes nicht tragen müssen", schrieb Bürgermeisterin Muriel Bowser laut "Washington Post" in einem Brief an Trump.

Demnach haben die ausschweifenden Feierlichkeiten die Hauptstadt 1,7 Millionen Dollar gekostet. Die Ausgaben sollen aus einem Fonds gezahlt worden sein, dessen Gelder für die Terrorismusbekämpfung und Sicherheitsvorkehrungen bei Großveranstaltungen in Washington, D.C., verwendet werden.

Laut der Demokratin Bowser sind die Mittel nun jedoch ausgeschöpft, bis Ende Dezember belaufe sich das Defizit auf mehr als sechs Millionen Dollar. Bowser forderte, dass die Regierung die Ausgaben voll erstattet.

Außerdem warte man noch immer auf die Übernahme von mehr als sieben Millionen Dollar, die Trumps Amtseinführung im Jahr 2017 gekostet hatte. Aus dem Weißen Haus gab es laut "Washington Post" zunächst keine Stellungnahme.

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Die "Washington Post" berichtete unter Berufung auf einen ranghohen Mitarbeiter des US-Heimatministeriums, die diesjährigen Zeremonien seien voraussichtlich mehr als sechs Mal so teuer gewesen wie in den Vorjahren. Der Kongress und das Weiße Haus hätten zu dem Fonds dagegen zuletzt immer weniger Mittel beigesteuert.

fek



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