Washington D.C. und Maryland Trump droht Anklage wegen Korruption

Zwei Generalstaatsanwälte werfen Donald Trump Korruption vor. Sie bereiten rechtliche Schritte gegen den US-Präsidenten vor.
Donald Trump

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Foto: Carolyn Kaster/ AP

Donald Trump liebt Deals. Der US-Präsident macht keine Politik im klassischen Sinne. Seinen Anhängern gefällt das, doch diese Art der Amtsführung könnte ihm nun juristische Probleme bereiten.

Einem Bericht  der "Washington Post" zufolge bereiten zwei demokratische Generalstaatsanwälte, Karl A. Racine (D.C.) und Brian E. Frosh (Maryland), eine Anklage gegen Trump vor. Der Vorwurf: Korruption.

Der US-Präsident soll seit seinem Amtsantritt im Januar dieses Jahres nicht sauber zwischen Privatem und Präsidialem getrennt und Interessen vermischt haben. Er werde zum einen weiterhin über die finanziellen Entwicklungen seines Firmenimperiums informiert, zum anderen soll er über die mittlerweile offiziell von seinen Söhnen geführten Unternehmen Millionen US-Dollar an Zuwendungen von ausländischen Regierungen erhalten. Damit verstoße er gegen Antikorruptionsbestimmungen der US-Verfassung, so der Vorwurf.

So eröffnete etwa erst im vergangenen Jahr das Trump International Hotel in Washington, D.C., - es wirbt damit, "nur einige Gehminuten" vom Weißen Haus entfernt zu sein. Die Botschaft der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) soll demnach in Trumps Hotel eine Veranstaltung abgehalten haben, obwohl sie zunächst eine andere Unterkunft gebucht hatte. Saudi-Arabien soll seit seinem Amtsantritt mehrmals über einen Mittelsmann Zimmer geordert haben. Und der georgische Botschafter bei den Vereinten Nationen twitterte Anfang April euphorisch über das Etablissement.

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Sollte die Anklage der beiden Generalstaatsanwälte tatsächlich an diesem Montag eingereicht werden, wäre es die erste eines staatlichen Organs gegen Trump.

dop