Weißes Haus Bush verliert weiteren engen Vertrauten

Zuerst Präsidentenberater Rove, nun auch Regierungssprecher Snow: Eineinhalb Jahre vor dem Ende der Amtszeit von US-Präsident Bush hat Snow seinen Rücktritt angekündigt. Als Grund gab er die Absicht an, mehr Geld zu verdienen.


Washington – Die Rücktrittsankündigung des amerikanischen Regierungssprechers Tony Snow kommt überraschend. Er werde das Weiße Haus verlassen, bevor Präsident George W. Bush im Januar 2009 aus dem Amt scheide, sagte Snow in Washington. Er wolle mehr Geld verdienen.

Snow: Abgang angeblich aus finanziellen Gründen
REUTERS

Snow: Abgang angeblich aus finanziellen Gründen

Snow war als konservativer Radiomoderator tätig, ehe er im April 2006 von Bush als Sprecher des Weißen Hauses berufen wurde. In diesem Amt verdient der 52-jährige Vater von drei Kindern 168.00 Dollar (124.870 Euro) im Jahr.

Er habe immer gesagt, dass er aus rein finanziellen Gründen nicht bis zum Ende der Amtszeit Bushs bleiben könne, sagte Snow in einem Radiointerview laut des US-Senders Fox News, seinem früheren Arbeitgeber.

Der 52 Jahre alte Snow ist der zweite enge Mitarbeiter Bushs, der innerhalb einer Woche seinen Rücktritt erklärt. Anfang der Woche hatte Bushs Chefberater Karl Rove seinen Rücktritt für Ende August angekündigt. Snow, der seit 2006 Sprecher des Weißen Hauses ist, hatte als Journalist bei Fox News erheblich mehr Geld als nun im Präsidialamt verdient. Snow war zudem im Frühjahr wegen einer langwierigen Krebserkrankung wieder mehrere Wochen im Krankenhaus.

Das habe seine Entscheidung zum vorzeitigen Aufhören aber nicht beeinflusst, so Snow. "Ich bleibe, so lange ich kann", sagte der verheiratete Vater von drei Kindern. Er nannte keinen Termin für sein Amtsende.

asc/AP/dpa



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