Weniger CO2-Emissionen Frankreich und Brasilien bekennen sich zu Klimazielen

Im Vorfeld der Weltklimakonferenz haben Frankreich und Brasilien eine erhebliche Senkung ihres Treibhausgasausstoßes bis 2050 versprochen. Die EU hofft, dass andere Staaten diesem Zeichen folgen werden und sich so in Kopenhagen doch noch ein Klimaabkommen realisieren lässt.

Staatspräsidenten Sarkozy und Lula da Silva in Paris: auf CO2-Reduktion verpflichtet
AP

Staatspräsidenten Sarkozy und Lula da Silva in Paris: auf CO2-Reduktion verpflichtet


Brüssel/Paris - Frankreich und Brasilien haben sich am Samstag dazu bekannt, ihre CO2-Emissionen bis zum Jahr 2050 um die Hälfte senken zu wollen, und damit einen Monat vor dem Uno-Klimagipfel den Druck auf andere Nationen erhöht. Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy und sein Gast Luiz Inacio Lula da Silva kündigten auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Paris an, sie würden persönlich nach Kopenhagen reisen, um die Staatengemeinschaft von ambitionierten Maßnahmen zu überzeugen.

In der dänischen Hauptstadt sollen sich im Dezember Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländer auf das Ziel verpflichten, die globale Erwärmung auf maximal zwei Grad gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Als Voraussetzung für einen Durchbruch gelten verpflichtende Zusagen aller wichtigen Staaten, ihren Treibhausgasausstoß zu begrenzen.

Die Verhandlungen sind jedoch ins Stocken geraten. Die USA, China, Japan und 18 weitere Staaten aus der Pazifik-Region verwässerten zudem am Samstag ihre gemeinsamen Klimaziele. Sie streben jetzt nur noch an, den Kohlendioxidausstoß bis 2050 "wesentlich" zurückzufahren und nicht wie zuvor geplant um 50 Prozent gegenüber dem Niveau von 1990.

Brasilien hatte bereits am Freitag erklärt, seinen Treibhausgasausstoß bis 2020 auf das Niveau von 1994 senken zu wollen. Nicolas Sarkozy lobte seinen Amtskollegen Lula da Silva für diesen Schritt. Brasilien sei "das erste Entwicklungsland, das seine Vorschläge auf den Tisch legt", sagte er. Auch die EU zeigt sich nach Brasiliens Ankündigung optimistisch. Die Zusage könne entscheidend dazu beitragen, in Kopenhagen ein Abkommen zu erzielen, sagte EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso am Samstag.

can/Reuters/AP



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yubi 28.10.2009
1. Was bringt der Klimagipfel?
Er bringt viel inhaltsloses Geschwätz, vollmundige (und windelweiche) Absichtserklärungen, Forderungen an "die Anderen", endlich auch etwas zu tun (bevor man selber was tut), .... Gut, daß die mal wieder drüber gesprochen haben ..... Ausser Spesen wieder nichts gewesen, und .... dann bis zum nächsten mal.
Maschinchen, 28.10.2009
2.
Bleiben seitens der EU finanzielle Zusagen für Klimaschutzmaßnahmen in Entwicklungsländern weiterhin aus, wird es schwer, diese mit ins Boot zu holen. Meiner Ansicht nach ist es ohnehin utopisch, das Zwei-Grad-Ziel noch zu erreichen. Klimaschützer werden sich zunehmend mit dem ungeliebten Wort adaptation anfreunden müssen.
Edgar, 28.10.2009
3.
Wird wohl auf die übliche Verzögerunstaktik hinaus laufen, Aussitzen, bis die Klimahysterie vorbei ist, bis da hin Valium verteilen. Gut so! Wird nämlich trotzdem noch viel zu viel Geld sinnlos verbrannt. Deutschland wird wohl leider wieder als letzter Staat merken, dass die Party vorbei ist, und brav 'Vorbild' spielen.
Internetnutzer 28.10.2009
4. Atomkraft
Alle reisen mit dem Flugzeug an, residieren in klimatisierten Hotels, lssen sich in großen Limousinen zum Tagungsgebaude chaufiieren und reden über CO2 Reuzierung. Bis an die Unterlippe verschuldet wollen sie dann finanzielle Zusagen an Drittländer geben? Und an den ganzen Klimaquatsch glauben die meisten sowieso nicht, es ist aber so spekulativ die Welt zu retten, da muß man doch bei sein. Ein Riesenhumbug, wie im alten Rom: Brot und Spiele. Danach: Außer Spesen nichts gewesen. Ich hatte das schon mal gesagt: Wenn die Malediven wirklich etwas für den Klimaschutz tun wollen, dann sollen sie ihren Flughafen dicht machen, das wäre ein echtes Zeichen, daß sie verstanden haben.
Maschinchen, 28.10.2009
5.
Zitat von InternetnutzerAlle reisen mit dem Flugzeug an, residieren in klimatisierten Hotels, lssen sich in großen Limousinen zum Tagungsgebaude chaufiieren und reden über CO2 Reuzierung. Bis an die Unterlippe verschuldet wollen sie dann finanzielle Zusagen an Drittländer geben? Und an den ganzen Klimaquatsch glauben die meisten sowieso nicht, es ist aber so spekulativ die Welt zu retten, da muß man doch bei sein. Ein Riesenhumbug, wie im alten Rom: Brot und Spiele. Danach: Außer Spesen nichts gewesen. Ich hatte das schon mal gesagt: Wenn die Malediven wirklich etwas für den Klimaschutz tun wollen, dann sollen sie ihren Flughafen dicht machen, das wäre ein echtes Zeichen, daß sie verstanden haben.
Nun, was schlagen Sie vor? Anreise im Schlauchboot, Übernachtung auf dem Campingplatz?
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