Infografik der Woche Wählen nur weiße, alte Männer Donald Trump?

Trump gegen Clinton - jetzt geht es richtig los. Doch wer punktet in welcher Wählergruppe? Wer kann Minderheiten mobilisieren? Die Infografik der Woche.


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Die US-Demokraten schicken Hillary Clinton offiziell ins Rennen um das Weiße Haus. Bei den Republikanern verlief die Nominierung von Donald Trump zwar holprig - aber trotz erheblicher Widerstände in seiner Partei ist er am Ende offizieller Anwärter für das Präsidentenamt geworden.

Bis zum 8. November gilt nun: Wahlkampf, Wahlkampf, Wahlkampf.

Wie kein anderer Kandidat zuvor hat Trump sowohl die amerikanische Öffentlichkeit polarisiert und auch die Partei gespalten, für die er antritt. Trumps Aussagen über Zuwanderer und Migration fielen in der Vergangenheit derart scharf und populistisch aus, dass er kaum darauf hoffen darf, bei der Wahl im November viele Stimmen von Schwarzen oder Latinos zu bekommen.

Trump hat unter anderem Zuwanderer aus Mexiko als Vergewaltiger beschrieben, sich für den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko ausgesprochen und ein Einreiseverbot für Muslime gefordert.

Seine Fans feiern ihn für den rüden Ton und die plakativen Aussagen. Doch ihre Stimmen hat Trump ohnehin sicher. Was er braucht, worum er kämpfen muss, sind eben auch Wähler jenseits der ultrakonservativen Zirkel. Denn wer in den USA das Präsidentenamt anstrebt, ist zwingend auf die Stimmen der Minderheiten angewiesen. Laut Pew Research Center hat fast ein Drittel der US-Wähler einen lateinamerikanischen, asiatischen oder anderweitigen nicht-weißen Hintergrund oder ist Afroamerikaner.

Wie unsere Statista-Grafik verdeutlicht, beabsichtigen die meisten nicht-weißen Wähler, für Clinton zu stimmen. Vor allem bei der schwarzen Bevölkerung, die über etwa zwölf Prozent der Wahlstimmen verfügt, ist Clinton weitaus beliebter. Gleiches gilt für Frauen und die jungen Wähler.

Trumps typischer Wähler dagegen ist männlich, weiß und jenseits der 40. Selbst wenn er in dieser Gruppe reichlich punktet - für das Weiße Haus reicht das allein wohl kaum.

Mehr Infografiken der Woche finden Sie auf der Themenseite.

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insgesamt 37 Beiträge
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Seite 1
wiesei 27.07.2016
1. Trump Chancenlos
Wenn nach dieser Studie und dem Artikel ginge ist Trump selbst bei den weißen alten Männern chancenlos. Das darf wohl stark bezweifelt werden
hakim 27.07.2016
2. Wie beim BREXIT
....werden auch hier die ängstlichen Alten allein mit ihrer Zahl den Jungen die Zukunft kaputt machen. Eine Entwicklung in den alternden Industrienationen, die nächstes Jahr bei der Bundestagswahl eine große Rolle spielen wird.
josephkaesemacher 27.07.2016
3. Misleading
Die ganzen Umfragen ala BRD machen überhaupt keinen Sinn. Die Wahl entscheidet sich Einzug und allein in den sog. Swing States, also PA, OH, WI, IO, MI, FL, PA und ggf einige mehr. Das wird eng. Trump hat bei weitem die besseren Karten (siehe Huff Post Michael Moore) my 2 cents. Trump ein Demagoge, HRC korrupt, wen soll man/frau wählen?
Dubbel 27.07.2016
4.
Und wie sehen die Nicht-Wähler-Raten der verschiedenen Bevölkerungsgruppen aus? Gerade Minderheiten werden da ja durch Voter-ID-Laws gegängelt. Im Endeffekt zählen halt nur die Swing-States, nicht die Gesamt-Zustimmung/Ablehnung.
soerenhuba 27.07.2016
5. Steuerzahler
Finde das sehr informativ, Danke fuer diesen Artikel. Gibt es auch Informationen dieser Art in bezug auf Steuerzahler im Gegensatz zu Studenten und den Teilen der Bevoelkerung die z.Zt. nicht zu den Arbeitnehmern gehoert?
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