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30. Juni 2016, 11:11 Uhr

Westjordanland

Palästinenser ersticht 13-jährige Israelin im Schlaf

Ein junger Palästinenser hat ein israelisches Mädchen in seinem Haus bei Hebron im Westjordanland angegriffen. Sicherheitskräfte erschossen den Mann.

Ein palästinensischer Attentäter hat im Westjordanland ein schlafendes israelisch-amerikanisches Mädchen erstochen. Ein Israeli wurde schwer verletzt. Der Angreifer sei von Sicherheitskräften erschossen worden, teilte die israelische Armee mit. Nach Angaben des Krankenhauses in Jerusalem war das Mädchen, das die amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt, 13 Jahre alt. Viele der jüdischen Siedler im Westjordanland stammen aus den USA.

Das Mädchen lag demnach im Bett, als der 19 Jahre alte Angreifer in das Haus eindrang. Er stach auf sie ein und wurde wenig später von Sicherheitskräften überwältigt. Dabei verletzte er einen Mann. Zunächst hatte es geheißen, der Vater des Kindes habe den Angreifer erschossen.

In den vergangenen Monaten war es immer wieder zu Angriffen von Palästinensern auf Israelis und Touristen gekommen. Seit Oktober 2015 wurden in Israel und den Palästinensergebieten mehr als 30 Israelis und Touristen sowie mehr als 200 Palästinenser getötet. Bei der Mehrzahl der palästinensischen Opfer handelt es sich um erwiesene oder mutmaßliche Attentäter, die mit Stichwaffen und in einigen Fällen auch mit Autos oder Schusswaffen Israelis attackierten. Die meisten von ihnen wurden daraufhin von Sicherheitskräften getötet.

brk/dpa

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