Wiederwahl Basescu bleibt Präsident in Rumänien

Auch in der Stichwahl lieferten sich beide Kandidaten ein Kopf-an-Kopf-Rennen, aber zum Schluss gewann der Amtsinhaber: Traian Basescu bleibt nach dem vorläufigen Endergebnis Präsident von Rumänien.

Wahlsieger Traian Basescu: Erfolg in der Stichwahl
dpa

Wahlsieger Traian Basescu: Erfolg in der Stichwahl


Bukarest - Traian Basescu bleibt an der Macht: Bei der Stichwahl um die Präsidentschaft in Rumänien setzte sich der Amtsinhaber durch. Auf Basescu entfiel nach Angaben der Wahlkommission nach Auszählung von mehr als 95 Prozent der Stimmen ein Anteil von 50,43 Prozent. Sein sozialdemokratische Herausforderer Mircea Geoana erhielt demnach 49,57 Prozent.

Drei Wählernachfragen hatten nach Schließung der Wahllokale noch einen knappen Vorsprung für Geoana ausgewiesen. Danach hatten beide Kandidaten den Sieg für sich beansprucht.

Rund 18 Millionen Rumänen waren am Sonntag zum zweiten Durchgang der Präsidentschaftswahl aufgerufen. Der 58-jährige Basescu ist seit 2004 im Amt. Er ist nach Ion Iliescu und Emil Constaninescu der dritte Staatschef Rumäniens seit dem Sturz von Nicolae Ceausescu im Dezember 1989.

Der Staatspräsident nominiert den Ministerpräsidenten und hat damit eine Schlüsselrolle bei der Regierungsbildung. Bis Mitte Oktober waren Basescus Demokratisch-Liberale Partei (PDL) und die Sozialdemokratische Partei (PSD) in einer gemeinsamen Koalitionsregierung, die dann aber unter dem Eindruck des beginnenden Wahlkampfs zerbrach.

Eine funktionsfähige Regierung ist Voraussetzung für einen dringend benötigten Kredit des Internationalen Währungsfonds (IWF) über 1,5 Milliarden Euro. Das EU-Mitglied ist von der weltweiten Wirtschaftskrise in besonderem Maße betroffen. Das Bruttoinlandsprodukt wird in diesem Jahr voraussichtlich um 8,5 Prozent einbrechen.

als/AFP/AFP



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