Ende einer Ehe Die Putins sind geschiedene Leute

Wladimir Putin ist frei für neue Eroberungen. Der russische Präsident und seine Frau Ljudmila haben sich nach mehr als 30 Jahren Ehe scheiden lassen. Das teilte ein Kreml-Sprecher offiziell mit.
Ex-Ehepaar Putin (2012): "Wir sehen uns praktisch nie"

Ex-Ehepaar Putin (2012): "Wir sehen uns praktisch nie"

Foto: ALEXEI NIKOLSKY/ AFP

Moskau - 31 Jahre waren Wladimir Putin und seine Ehefrau Ljudmila verheiratet. Nun ist die Ehe offiziell beendet. "Die Scheidung ist vollzogen", teilte Kreml-Sprecher Dmitij Peskow am Mittwoch offiziell mit. Weitere Details nannte er nicht.

Putin und seine Frau hatten im Juni vorigen Jahres bei einem Ballettbesuch vor laufender Kamera des Staatsfernsehens bekanntgegeben, künftig getrennte Wege zu gehen. Beide begründeten die Entscheidung auch damit, dass sie sich durch Putins Arbeit kaum noch sähen. "Das war unser beider Entscheidung, unsere Ehe ist beendet", hatte der russische Präsident gesagt.

"Wladimir Wladimirowitsch versinkt in Arbeit, unsere Töchter sind erwachsen und führen ihr eigenes Leben", sagt Ljudmila. Im Laufe der Zeit habe eben jeder sein eigenes Leben geführt. "Ich mag keine Öffentlichkeit. Flüge fallen mir schwer, und wir sehen uns praktisch nie", beschrieb Putins Gattin das Eheleben.

Gerüchte über Affäre mit Sportlerin

Der damalige KGB-Agent Putin hatte die Flugbegleiterin Ljudmila Schkrebnewa in St. Petersburg kennengelernt und im Juli 1983 geheiratet. Trennungsgerüchte hatte es in Russland schon länger gegeben, weil das Ehepaar kaum zusammen in der Öffentlichkeit auftrat.

2008 dementierte der Staatschef Gerüchte über eine Beziehung zu der Sportgymnastin Alina Kabajewa. Dass Ljudmila Putina 2010 ohne Ehering gesehen wurde, heizte die Spekulationen dennoch weiter an. Bei der Präsidentenwahl im März 2012 fiel wegen der seltenen gemeinsamen Auftritte schon auf, dass das Paar zusammen zur Stimmabgabe in Moskau ging.

Schon zuvor hatte der Kreml auf der offiziellen Internetseite des Präsidenten den Hinweis "verheiratet" entfernt.

syd/dpa/Reuters/AFP