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23. Februar 2018, 15:37 Uhr

"Tag des Vaterlandsverteidigers"

Putin lobt russische Truppen für Syrien-Einsatz

"Schnelles, entschiedenes, tapferes Handeln": Anlässlich des Armeefeiertages preist Kremlchef Putin den Einsatz russischer Truppen in Syrien. In Ost-Ghuta eskaliert die Lage derweil immer mehr.

Ost-Ghuta ist weiter unter Dauerbeschuss. Die Truppen des syrischen Machthabers Baschar al-Assad wollen die Rebellenhochburg sturmreif schießen. Es ist eine der schlimmsten Angriffswellen seit Ausbruch des Bürgerkrieges vor fast sieben Jahren.

Das Regime in Damaskus hätte sich ohne die Unterstützung von Wladimir Putin vermutlich gar nicht so lange halten können. Am "Tag des Vaterlandsverteidigers" in Russland hat der Kremlchef nun das Vorgehen seiner Streitkräfte in Syrien gelobt. "Durch schnelles, entschiedenes, tapferes Handeln haben sie der syrischen Armee geholfen, große und gut gerüstete Terrorgruppen zu zerschlagen", sagte Putin bei einer Ordensverleihung in Moskau.

Russland steht derzeit in der Kritik, weil es die Angriffe auf Ost-Ghuta nicht stoppt, in der auch Hunderttausende Zivilisten dem Bombenhagel ausgesetzt sind. (Lesen Sie hierein Kommentar zur Situation in Ost-Ghuta)

Zu dem Armee-Feiertag legten Putin, Ministerpräsident Dimitri Medwedew und Verteidigungsminister Sergej Schoigu Kränze am Grabmal des unbekannten Soldaten nieder. Am 23. Februar wird in Russland an die Gründung der Roten Armee 1918 erinnert. Zum 100. Jahrestag fielen die Feiern mit Nachstellungen historischer Schlachten, Festakten und Konzerten besonders groß aus.

Die russischen Streitkräfte sind seit September 2015 offiziell in Syrien im Einsatz. Auch Söldner einer russischen Privatarmee kämpfen in dem Bürgerkrieg mit - offiziell ohne Wissen und Zutun der Regierung in Moskau.

Russland ist nach den Worten von Außenminister Sergej Lawrow mittlerweile bereit, der Resolution des Uno-Sicherheitsrates für einen Waffenstillstand in Ost-Ghuta zuzustimmen. Das meldeten russische Nachrichtenagenturen.

Laut Interfax sagte Lawrow weiter, die USA und ihre Verbündeten hätten es allerdings abgelehnt, den Resolutionsentwurf mit Garantien zu ergänzen, dass sich die Rebellen an einen Waffenstillstand hielten. Der Sicherheitsrat soll im Laufe des Tages über eine Feuerpause abstimmen.

Unterdessen haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron an Russland appelliert, einen Waffenstillstand in Syrien zu ermöglichen. In einem gemeinsamen Schreiben baten sie Putin nach französischen Angaben um Zustimmung zur Resolution der Vereinten Nationen. Beide wollten zudem noch im Laufe des Freitages mit dem Kremlchef telefonieren, hieß es weiter.

dop/dpa/Reuters/AFP

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