Fragestunde mit Putin "Poroschenko oder Erdogan - wen würden Sie retten?"

Erneut hat sich Wladimir Putin im TV Fragen aus der Bevölkerung gestellt. Die Türkei bezeichnete er als Freund, allerdings gebe es "Probleme mit einigen Politikern" dort.

Russlands Präsident Putin
DPA/ Sputnik/ Kremlin

Russlands Präsident Putin


Wie steht es um die wirtschaftliche Lage in Russland? Was wird getan im Kampf gegen die Dschihadisten des "Islamischen Staats" (IS)?

Jedes Jahr stellt sich der russische Präsident in der traditionellen Fernsehshow "Der heiße Draht" den Fragen der Bevölkerung. Am Donnerstag hat Wladimir Putin wieder Einblicke in seine politische Arbeit gegeben - und die Gelegenheit für Eigenwerbung genutzt. So verwies er auf Erfolge im Kampf gegen die IS-Terrormiliz.

Kritisch äußerte Putin sich zum Verhältnis mit der Türkei. "Wir haben gute Verbindungen zu den meisten Ländern in der Welt", sagte der russische Präsident. Auch die Türkei betrachte er als Freund: "Wir haben nur ein Problem mit einigen Politikern, deren Benehmen wir für inadäquat halten."

"Wenn Poroschenko und Erdogan am Ertrinken wären, wen würden sie retten?", fragte ein zwölfjähriges Mädchen. Putin sagte darauf: "Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll: Wenn jemand sich entschlossen hat, zu ertrinken, dann kann man ihn schon gar nicht mehr retten." Aber natürlich sei Russland bereit, "die Hand der Freundschaft jedem zu reichen, sofern er das will".

Sorgen macht vielen Russen die schwere Wirtschaftskrise des Landes, die zu Entlassungen, Lohnkürzungen und Rubelverfall geführt hat.

vek/vks/beb



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